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Berühmtheiten in Göttingen

Spaziergänge und Buch Berühmtheiten in Göttingen

Rund 350 Gedenktafeln erinnern in der Stadt Göttingen an berühmte Persönlichkeiten, die hier einmal gelebt und gewirkt haben. Einige dieser Tafeln und Personen hat Siegfried Schütz bei zwei Spaziergängen am Wochenende vorgestellt.

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Siegfried Schütz stellt die Personen hinter den Tafeln vor.

Quelle: Heller

Göttingen. Schütz ist Mitautor der Neuauflage des Buches „Göttinger Gedenktafeln“, das kürzlich im Göttinger Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erschienen ist. In dem Buch werden die mit Gedenktafeln Geehrten in Kurzporträts vorgestellt.
Zu den Berühmtheiten zählen Wissenschaftler wie Robert Koch und Otto Hahn, Schriftsteller wie Heinrich Heine und Ludwig Tieck, Theologen wie Karl Barth und Dietrich Bonhoeffer oder Fürsten und Staatsmänner wie König Georg V. von Hannover und Otto von Bismarck. Auch Johannes Brahms, Johann Wolfgang von Goethe und die Brüder Grimm erhielten eine Tafel.

Seit der letzten Auflage des Buches vor 13 Jahren seien 35 neue Tafeln hinzugekommen, schreibt Ernst Böhme, Leiter des Stadtarchivs und des Städtischen Museums, im Vorwort. Pro Jahr seien also mehr als zwei Personen geehrt worden. Dies sei „wahrlich ein überzeugender Beweis für die Lebendigkeit und Dynamik des Konzepts der Göttinger Gedenktafeln“.

Die Texte zu den neu gewürdigten Personen wurden von Schütz verfasst, der auch schon am Vorgängerband beteiligt war. Von ausgewählten Persönlichkeiten gibt es in der Neuauflage auch Abbildungen. Außerdem befindet sich am Ende des Buches ein Plan der Innenstadt, der zeigt, wo sich die allein dort  rund 200 Gedenktafeln befinden.

Die beiden Spaziergänge führten am Sonnabend durch die Innenstadt und am Sonntag durch das Ostviertel. Schütz legte bei seinen Erläuterungen den Schwerpunkt auf neu hinzugekommene Gedenktafeln, ging aber am Rande auch auf ältere Exemplare ein, an denen der Weg vorbeiführte. Bei der Innenstadt-Tour standen unter anderem der Schriftsteller Jens Baggesen und die Chemikerin Julia Lermontowa im Blickpunkt.

Bei der Ostviertel-Tour ging es unter anderem um den Pädagogen und Bildungsreformer Heinrich Roth und den Juristen Julius Hatschek. Am Rande verwies Schütz zum Beispiel auf die 1986 für den Chinesen Zhu De angebrachte Gedenktafel. Der enge Weggefährte Mao Zedongs und spätere Oberbefehlshaber der „Volksbefreiungsarmee“ hatte 1923/24 während seines Studiums im Göttinger Ostviertel gewohnt.

Siegfried Schütz, Walter Nissen: Göttinger Gedenktafeln. Ein biografischer Wegweiser, Vandenhoeck & Ruprecht, 280 Seiten, 14,99 Euro.

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