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Berufliche Perspektive in der Region

Krankenpflegeschule des Evangelischen Krankenhaus Weende an neuem Standort Berufliche Perspektive in der Region

Seit dem 1. April lernen Gesundheits- und Krankenpflegeschüler des Evangelischen Krankenhaus Weende (EKW) in neuen Räumen. Im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Krankenhaus Neu-Mariahilf, das das EKW vor zwei Jahren erworben hat, werden 60 Schülerinnen und Schüler, aufgeteilt auf drei Ausbildungsjahrgänge, in der Pflege ausgebildet.

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Ursula Roth und Prof. Dr. Michael Karaus vor der neuen Krankenpflegeschule des EKW.

Quelle: Iben

Göttingen . Pflegekräfte sind die größte Berufsgruppe im EKW", erklärte Prof. Dr. Michael Karaus, Medizinischer Geschäftsführer des Krankenhauses. Deshalb wolle man den Fokus auf genau diese Menschen legen und dafür sorgen, dass sich der Fachkräftemangel in der Pflege nicht noch weiter bemerkbar mache. „Wir haben mehrere Millionen Euro investiert, um 37 neue Arbeitsplätze im Bereich der Pflege zu schaffen", so Prof. Karaus. Das EKW wolle so ein Zeichen setzen und zeigen, dass es sich lohne, als Gesundheits- und Krankenpfleger in der Region zu bleiben.

Die Schaffung neuer Arbeitsplätze erzeuge zudem Verlässlichkeit und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen – Forderungen, die immer mehr Bewerber stellten. Aber dennoch könne der Fachkräftebedarf nicht gedeckt werden. Dies könne nur eine generelle Verbesserung des Gesundheitssystems beheben. „Ohne gute Pflege keine gute Medizin", gab Ursula Roth, Leiterin der Krankenpflegeschule zu bedenken.

Weitere Maßnahmen in Planung
Die Schwerpunkte des EKW – Orthopädie / Endoprothetik, Gefäßmedizin sowie Gynäkologie und Geburtshilfe – sollen durch Baumaßnahmen und räumliche Neuaufteilungen weiter gestärkt werden, so Prof. Karaus. Derzeit liefen die Vorbereitungen zur Erweiterung einer Versorgungseinheit, die weitere Patientenzimmer vorsieht. Auch der Bau einer neuen Kapelle sei geplant. Zudem solle das Hospiz an der Lutter an den Standort Neu-Mariahilf umziehen. Neu sei auch ein vierter OP-Bereich.

Für Gesundheits- und Krankenpfleger ändere sich nichts – sie würden weiterhin an den drei Standorten des EKW an der Lutter und am Waldweg in Göttingen sowie am Pappelweg in Lenglern eingesetzt; die Ausbildung erfolge generell in der Schule am Waldweg. Perspektivisch soll interessierten Auszubildenden das akademische Lernen am Göttinger Gesundheitscampus ermöglicht werden, der im Wintersemester 2016 / 17 mit ersten Dualen Studiengängen in den Bereichen Pflege, Physiotherapie und Logopädie an den Start gehen soll. mi

Bewerben:

Grundvoraussetzung für die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger am EKW sei eine gute mittlere Reife; 50 Prozent der Bewerber seien sogar Abiturienten, so Ursula Roth. Pro Ausbildungsjahr können 20 Schüler ausgebildet werden; die Ausbildung dauert drei Jahre. Zudem bestehe die Möglichkeit für junge Eltern, eine Teilzeitausbildung zu absolvieren. Diese dauert dreieinhalb Jahre; ein Platz für die Kinder der Teilzeitauszubildenden im an das EKW angeschlossenen Kindergarten ermögliche Arbeiten im Frühdienst. Auszubildenden soll eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung garantiert werden. Informationen auf: www.ekweende.de/schule

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