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Berufsfeuerwehr Göttingen bringt ihre Auszubildenden an Grenzen

Hartes Trainigscamp für Retter Berufsfeuerwehr Göttingen bringt ihre Auszubildenden an Grenzen

Nach einem Pilot-Kurs im vergangenen Jahr hat die Berufsfeuerwehr Göttingen ihre neuen Auszubildenden jetzt wieder in ein dreitägiges Trainingscamp geschickt.

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Nur im Team kommen sie ohne Seilberührung durch die Masche.

Quelle: EF

Göttingen/Dahlenrode. Nachtwanderungen und harte sportliche Aufgaben sollen sie auch an ihre psychischen und physischen Grenzen bringen – und Teamarbeit fördern.

Die Herausforderungen an die jungen Männer sind groß, oft erscheinen sie unüberwindbar: Stundenlang müssen sie in ihrer etwa 20 Kilogramm schweren Schutzkleidung inklusive Helm nachts den richtigen Weg im Wald finden und dabei auch noch abwechseln einen 85 Kilogramm schweren Dummi auf einer Trage transportieren.

Kopfüber müssen sie sich an einem quer gespannten Feuerwehrschlauch über einen virtuellen Graben hangeln. Die eigentliche Herausforderung dabei: An einem Ende wird der Schlauch nur von den Mitschülern gehalten. Fast unüberwindbar scheint für viele das enge Spinnennetz aus Seilen zu sein, durch das sie sich hindurchwinden müssen, ohne das Seil zu berühren. Patzen sie, müssen sie sportliche Strafübungen absolvieren.

In dem dreitägigen Trainingscamp der 20 angehenden Berufsfeuerwehrleute im Zeltlage Stolle gehe es nicht um Feuerwehrtechnik, erklärt Ausbildungsleiter Eckhard Gerlitzki. In diesem neuen Teil ihrer Grundausbildung sollen die jungen Männer an erster Stelle lernen, „als Gruppe und Team zu arbeiten und sich dabei blind zu vertrauen“. Denn nur gemeinsam könnten sie später im Ernstfall ein Feuer bekämpfen.

Die Übungen, die Gerlitzki mit seinem Kollegen Jens Kluge konzipiert hat, sollen die Auszubildenden aber „auch an ihre psychischen und physischen Grenzen bringen“. In Nachgesprächen würden ihre Schwächen und Stärken dann analysiert. Der Beruf bei der Feuerwehr sei häufig sehr belastend, sagt Gerlitzki, darauf müssten die Schüler vorbereitet sein.

Je nach mitgebrachten Erfahrungen würden sie 18 bis 24 Monate lang ausgebildet. Im vergangenen Jahr habe es ein erstes Trainingslager dieser Art gegeben - als Pilot. Die Teilnehmer seien so begeistert gewesen, dass diese Einheit jetzt fest aufgenommen worden sei.

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