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Bester Hirschrufer kommt aus Hann. Münden

Andreas Töpfer Bester Hirschrufer kommt aus Hann. Münden

Ein Röhren und Dröhnen dringt durch die Westfalenhalle in Dortmund: Brünftige Hirsche? Nicht ganz. Die 16 besten Hirschrufer Deutschlands ringen um die Meisterschaft. Versammelt haben sich am vergangenen Freitag auf der Schaubühne einige Hundert Jahre Jagd- und Wilderfahrung.

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Bester seines Fachs: Andreas Töpfer

Dortmund / Hann. Münden. Wie der Hirsch ruft – diese Leute wissen es ganz genau. Sie haben sich darauf spezialisiert, seine Laute mit Hilfe von Instrumenten zu intonieren. „Seit Urzeiten werden Tierlaute genutzt, um Wild zu bejagen und zu beobachten“, sagt Titelverteidiger Immo Ortlepp. Im Schlepptau hat er den zwölfjährigen Schüler Nils Aßmus. „Ich finde das interessant und mache das nun schon seit einem halben Jahr“, sagt Aßmus.

Die Jäger nutzen drei Triebe der Tiere: Fresslust, Sexualtrieb oder den Wunsch nach Gesellschaft. „Es kommt auf die unterschiedlichen Tiere an, was erfolgreich ist“, erklärt Ortlepp. Am Freitag bei der Meisterschaft sind Intonationen in drei Disziplinen gefordert. Zunächst muss ein „alter Hirsch am Rande des Brunftplatzes“ imitiert werden, dann „ein Platzhirsch beim Kahlwildrudel“. In der Endrunde will die fachmännische Jury ein „Rufduell zweier Hirsche gleicher Stärke auf dem Höhepunkt der Brunft“ hören. Im Stechen um Platz zwei: den „Kampfruf“.

Gegen die Konkurrenz kann sich schließlich der 52-jährige Andreas Töpfer aus Hann. Münden durchsetzen. Er hat als einer der wenigen auf das Haus der exotischen Tritonschnecke als Instrument gesetzt. Er „erröhrt“ sich damit insgesamt seinen vierten Titel als Deutscher Meister. Wolfgang Sander und Immo Ortlepp landen auf den Plätzen zwei und drei. Das Trio aus Niedersachsen nimmt nun an der Europameisterschaft teil. Für den jungen Nils Aßmus reicht es am Ende nur für einen Platz auf den hinteren Rängen.

dpa

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