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Besuch beim heiligen Thomas von Aquin in Göttingen

Museum Göttingen stellt restaurierte Skulptur aus Besuch beim heiligen Thomas von Aquin in Göttingen

Eine gerade erst restaurierte Skulptur des Theologen Thomas von Aquin (um 1225-1274) aus dem 15. Jahrhundert ist von Sonnabend, 27. Juni, an bis Ende Oktober im Tapetensaal des Städtischen Museums Göttingen zu sehen. Um das Kunstwerk hatte es im vergangenen Jahrhundert Verwirrung gegeben.

Göttingen. Gekauft wurde die Skulptur laut Eingangsbuch des Museums bereits 1897 als „Der heilige Martin, Holzfigur 17. Jahrhundert aus Tiftlingerode bei Duderstadt“. Erst Jahrzehnte später stellte sich heraus, dass weder die Entstehungszeit noch der Name des Heiligen richtig waren.

Ein anderer Kirchenmann hatte für die Figur Modell gestanden: Thomas von Aquin, Philosoph und Kirchenlehrer des 13. Jahrhunderts, der unter anderem in Paris, Neapel und Rom wirkte. Der Dominikaner gilt als entscheidender Denker der Scholastik (Versuche, die kirchlichen Dogmen des Katholizismus mit philosophischen Mitteln rational zu begründen). 1879 wurde seine Philosophie von Papst Leo XIII. zur „offiziellen Philosophie“ der katholischen Kirche erklärt.

Bei Überprüfung der Kirchenkunst des Museums stellte sich 2013 heraus, dass die Skulptur restauriert werden musste, um ihren Verfall zu verhindern. Mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Duderstadt konnte das Museum den Auftrag erteilen.

Die Skulptur kann im Museum, Ritterplan 7, dienstags bis freitag, 10 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden.
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