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Besucheransturm in Göttingen und Region

Fronleichnam Besucheransturm in Göttingen und Region

Viele Besucher aus den benachbarten Bundesländern sind an Fronleichnam nach Göttingen gekommen. Denn anders als in Hessen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen ist Fronleichnam kein gesetzlicher Feiertag in Niedersachsen – das nutzten die Ausflügler zum Einkaufen.

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Großer Ansturm in Göttingen an Fronleichnam.

Quelle: Ottinger

Göttingen. Der Besucheransturm in Göttingen wirkte sich nicht nur auf den Einzelhandel aus, sondern auch auf die Parkplatzsituation in Göttingen: Bereits am frühen Vormittag waren die Parkhäuser der Innenstadt voll belegt, lange Warteschlangen bildeten sich an deren Eingängen. Doch davon ließ sich Silke Hantke aus Hessen nicht aus der Ruhe bringen.

„Wir haben heute viel Zeit mitgebracht und sind nicht in Eile“, erklärte Hantke. „Eigentlich fahren wir ziemlich oft zum Einkaufen nach Göttingen, aber an Fronleichnam passt es immer besonders gut, weil hier die Geschäfte auf haben.“ Auch Rita und Sandra aus Kassel waren zum Einkaufen nach Göttingen gekommen.

„Und außerdem, um die Stadt zu erkunden.“ Schließlich sei Göttingen eine attraktive Stadt, in der es viel zu sehen gebe, sagten die Hessinnen, die zum zweiten Mal an Fronleichnam einen Ausflug nach Niedersachsen unternahmen. Die Parkplatzsituation bereitete den beiden Frauen keine Probleme. „Nur das Einparken war nicht ganz leicht.“

 

Auch in Hann. Münden war die Innenstadt gut besucht. Mehrere Hundert Menschen kamen zum sogenannten Feiertagsshopping, das von der Mündener Gilde und der Weserumschlagstelle Hann. Münden Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing-Gesellschaft (WWS) organisiert wurde.

Im Zentrum des Feiertagsshopping stand der Stapeleinkauf. Hierbei stapelten Händler in der Innenstadt ihre Waren auf Holzkisten und boten sie von 10 bis 18 Uhr zum Verkauf an. Die Händler stellten an ihren Ständen gelbe Sonnenschirme auf, um auf sich aufmerksam zu machen.

Mit dem Stapeleinkauf in der Mündener Innenstadt belebten die Händler ein Stück mittelalterliche Geschichte wieder. Im Mittelalter galt in Hann. Münden das Stapelrecht, welches von durchreisenden Kaufleute verlangte, einen Teil ihrer Waren in der Stadt auf dem Stapelplatz abzuladen und zum Verkauf anzubieten.

Besonders in der Mündener Innenstadt genossen viele Hessen das Feiertagsshopping. „Ich komme gern hierher, weil hier viel los ist. Viele Menschen sind hier und ich trinke gerne einen Kaffee in dieser schönen Atmosphäre“, sagte Enno Ennen aus Hessen.

Am Nachmittag, ab 16 Uhr, konnten Interessierte zum Dielengraben gehen. Dort wurde das Dielengrabenfest mit viel Musik gefeiert.

Feiertagschaos an Raststätte

Mengershausen. Völlig überfüllt war der Rastplatz Göttingen an Fronleichnam in der Nähe von Göttingen. An der Rastanlage bei Mengershausen herrschte Chaos, durch geparkte Lkw war. Grund dafür war der Feiertag Fronleichnam, der nur in manchen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag ist.

Fronleichnam ist in Niedersachsen kein Feiertag, in Hessen allerdings schon. So war es  an diesem Feiertag Lkw nicht erlaubt, auf Hessens Autobahnen zu fahren.

Am Donnerstag waren viele Lkw-Fahrer dazu gezwungen, die Rastanlage Mengershausen bei Göttingen anzufahren und zu warten. Erst ab 22 Uhr durften sie endlich nach Hessen weiterfahren. Über 40 Lkw aus verschiedenen Ländern standen am Mittag schon auf der Autobahnrastanlage. Immer wieder waren Lkw zu beobachten, die auf den Rastplatz fuhren und mangels Platz dazu gezwungen waren, weiterzufahren.

Gerold Schröter

Quelle:

Der Rastplatz war so überfüllt, dass es sogar für Autos kaum möglich war, sich ungehindert ihren Weg durch die parkenden Lastwagen zu bahnen. So gab es viele angespannte Lkw-Fahrer, die stundenlang darauf warteten, dass sie endlich ihre Fahrt fortsetzen konnten.

„Es ist nur zeitraubend und belastend. Vor allen Dingen ist es ärgerlich für denjenigen, der hier keinen Parkplatz findet und weiterfahren muss. Derjenige bekommt auch noch eine Strafe“, erklärte Gerold Schröter, Lkw-Fahrer, auf der Durchreise nach Stuttgart.    aa

Von Michael Ottinger und Alisa Altrock

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