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„Beziehungstat“: 28-Jährige ersticht 24-jährige Göttinger Kommilitonin

Mord aus Eifersucht in Göttingen „Beziehungstat“: 28-Jährige ersticht 24-jährige Göttinger Kommilitonin

Göttingen. Der Mord an einer 24-jährigen chinesischen Studentin vom Mittwoch in der Göttinger Nordstadt ist offenbar aufgeklärt. Der Tat dringend verdächtig ist eine 28-jährige Frau, ebenfalls aus China, erklärten Göttinger Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagabend. Das Motiv: höchstwahrscheinlich Eifersucht.

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Quelle: Archiv

Göttingen. Die Frau wurde bereits am Donnerstag festgenommen. Gleichzeitig in Verdacht geraten war ein junger Mann, ebenfalls Chinese. Parallele Vernehmungen der beiden Verdächtigen, erklärte Anne Kortleben, Chefermittlerin der Göttinger Polizei, hätten den dringenden Verdacht begründet, dass die 28-Jährige die 24-Jährige als Rivalin angesehen und getötet habe.Kortleben: „Wir sind uns sicher, dass sie die Richtige ist.“ Alle drei Beteiligten „haben sich gut gekannt“.

Umgebracht wurde die 24-Jährige durch zahlreiche Messerstiche, erklärte Andreas Buick, Sprecher der Göttinger Staatsanwaltschaft. Die 28-jährige Studentin bestreite die Tat, habe aber Angaben zum Tatumfeld gemacht. Nach den bisherigen Ermittlungen gehe die Staatsanwaltschaft von einem vollendeten Mord aus.Die mutmaßliche Täterin soll auf das spätere Opfer wegen des jungen Chinesen eifersüchtig gewesen sein. Es habe sich „um eine Beziehungstat gehandelt“.

Die 28-Jährige sei von ihrem Opfer offenbar in die Kleinwohnung im Souterrain eines Apartmenthauses in der Annastraße eingelassen worden, so Chefermittlerin Kortleben. Weder an der Tür noch am von außen zugänglichen Fenster hätten sich Einbruchsspuren befunden. Die Polizei geht zudem davon aus, dass sich die Tat am Mittwochvormittag zugetragen hat.

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft hatten Bekannte vergeblich versucht, die 24-Jährige zu erreichen. Um 20.30 Uhr am Mittwochabend, erklärte Kortleben, sei die Wohnung von der Polizei geöffnet worden. Dort habe die Leiche gelegen. Die Polizei habe noch in der Nacht mit intensiven Ermittlungen einschließlich Befragungen aus dem persönlichen Umfeld der Getöteten begonnen, die sehr schnell zu den beiden anderen chinesischen Studenten geführt hätten.

Die mutmaßliche Täterin wurde am Freitagabend vor dem Haftrichter vernommen. Der Richter erließ wenig später Haftbefehl „wegen Mordes aufgrund sonstiger niederer Beweggründe sowie Heimtücke“ gegen sie. Als Haftgrund wurde Fluchtgefahr angenommen. Die Ermittlungen laufen weiter.

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