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Biber kehrt in den Landkreis Göttingen zurück

Fraßspuren bei Oberode an der Werra Biber kehrt in den Landkreis Göttingen zurück

Erstmals seit mindestens 100 Jahren gibt es wieder Biber im Landkreis Göttingen. Eine Bewohnerin von Oberode hat den Landkreis Göttingen auf typische Biber-Fraßspuren an der Werra aufmerksam gemacht, teilte die Kreisverwaltung am Dienstag mit.

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Fraßspuren haben ihn verraten: Biber ist wieder im Landkreis unterwegs.

Quelle: afp

Oberode. Eine Überprüfung zwischen Oberode und Laubach, erklärt Andrea Riedel-Elsner vom Landkreis Göttingen, „ergab zahlreiche Biber-Fraßspuren an der Werra in Oberode bis etwa zwei Kilometer stromabwärts.

Abgenagt waren ausschließlich Weiden mit einem Durchmesser von drei bis 20 Zentimetern. Möglicherweise stammen sie alle von einem Einzeltier“.

Woher der Biber, eine streng geschützte Tierart, nach Südniedersachsen kam, ist bislang unbekannt. Das nächstgelegene Vorkommen ist bei Kassel. Allerdings beträgt die Fluss-Entfernung von Kassel bis Oberode mehr als 50 Kilometer. „Schäden durch den Biber an Gewässern oder durch Aufstau von Gewässern“, erklärt der Landkreis weiter, „sind in unserer Region derzeit nicht zu erwarten“.

In Niedersachsen gebe es bisher nur Vorkommen an der Leine bei Hannover, bei Gifhorn an der Ohre und im Wendland an der Elbe.

Hinweise auf Biber-Fraßspuren sollten dem Umweltamt des Landkreises gemeldet werden (naturschutz@landkreisgoettingen.de oder 0551/525345). Fraßspuren, bei denen nur die Rinde abgenagt wurde, können auch von Bisamratten stammen, erklärt die Verwaltung. Wenn jedoch ganze Äste oder Weidenschößlinge abgenagt wurden, könne dies nur vom Biber verursacht worden sein.

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