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„Big Jump“: 22 Sportler schwimmen vom Weserstein bis Vaake

„So sicher kann man sonst nie baden“ „Big Jump“: 22 Sportler schwimmen vom Weserstein bis Vaake

Vom Weserstein in Hann. Münden bis ins zehn Kilometer entfernte Vaake sind 22 Menschen in der Weser geschwommen. Anlässlich des Europäischen Flussbadetags „Big Jump“ wollten sie so auf das Problem verschmutzter Flüsse und Bäche aufmerksam machen. Die Werra, und mittelbar die Weser, leiden unter der Einleitung salzhaltiger Abwässer durch den Kasseler Düngemittelhersteller K&S.

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Marsch ins Wasser: 22 Sportler wollen mit dem „Big Jump“ auf die Verschmutzung von Weser und Werra aufmerksam machen.

Quelle: Theodoro da Silva

Hann. Münden. „Mit dem Fahrrad bin ich die Strecke von Hann. Münden nach Vaake oft gefahren, aber als Schwimmer sieht man die Landschaft aus einer ganz anderen Perspektive“, meint Birgit Wortmann (53) aus Hann. Münden.

Zum vierten Mal ist sie dabei. Bei Nieselregen und 20 Grad Celsius steht sie kurz vor 15 Uhr im Badeanzug am Weserstein und wartet frierend auf den Start. „Ist man erst einmal im Wasser, geht es“, sagt sie.

Andreas Gröling (40), ein Triathlon-Sportler aus Witzenhausen, schlüpft unterdessen in seinen Isoprenanzug. „Der hält warm und gibt einem Auftrieb“, erklärt er. Zum zweiten Mal macht er beim Weserschwimmen mit. „So sicher kann man sonst nie im Fluss baden“, betont er. Zwei Boote des Technischen Hilfswerks und zwei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, Ortsgruppe Polizei Hann. Münden, begleiten die Schwimmer während der zweistündigen Tour.

„Der Pegelstand der Weser beträgt 1,17 Meter“, berichtet Dieter Hoppe, der die DLRG-Ortsgruppe leitet. „Im zehn Meter breiten Flussbett kann aber niemand stehen. Da ist die Strömung zu stark“, berichtet Hoppe. Das ist am Rand des 20 bis 25 Meter breiten Flusses anders.

Der Lebensretter rät den Schwimmern, die Füße nicht zu schnell auf den steinigen Grund zu setzen. Schadstoffe in gefährlicher Konzentration enthalte die Weser nicht, sagt er. Auch salzig schmecke das Wasser, anders als zu DDR-Zeiten, nicht mehr.

Von Michael Caspar

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