Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Bilanz für Güntersen

Projekt "Dorf mit Zukunft" Bilanz für Güntersen

 Zwei Jahre Projekt „Dorf mit Zukunft“: „Ein bisschen stolz“, so Regina Meyer, haben die Beteiligten nun Bilanz gezogen. Meyer und Benjamin Krasemann von der Mobilen Wohnberatung Südniedersachsen hatten den zweijährigen Prozess moderiert.

Voriger Artikel
Bus unattraktiv für Senioren?
Nächster Artikel
IGS in Münden umstritten

Güntersen: Die Dorfgemeinschaft will weiter an der Zukunft des Ortes arbeiten.

Quelle: Pförtner

Güntersen. Ausdrücklich als Zwischenbilanz und nicht als Abschluss wollte Meyer den Bericht verstehen. Denn die moderierte Phase des Projekts läuft zwar nun aus, die Akteure vor Ort wollen jedoch weitermachen.

Im Kern ging es bei dem Projekt darum, das Dorf zu entwickeln und attraktiv zu gestalten. Ziel dieses und ähnlicher Projekte im Landkreis sei es, dass andere Dörfer daraus lernen könnten, sagte Kreis-Dezernentin Christel Wemheuer.

Das Projekt solle dem Hauptproblem im ländlichen Raum, dem demographischen Wandel, entgegenwirken, sagte Hartmut Berndt, Leader-Regionalmanager Göttinger Land. Deswegen sei das Projekt trotz schwieriger Förderbedingungen initiiert worden. Berndt und Wemheuer betonten, ein zentraler Aspekt sei, dass die Menschen im Ort einbezogen würden. Beide nannten Bioenergiedörfer als Vorbild, die die Einwohner zu ihrer eigenen Sache gemacht hätten.

Auch Adelebsens Gemeindebürgermeisterin Dinah Stollwerck-Bauer (CDU) hob hervor, dass es im Projekt die Menschen selbst gewesen seien, die sich Gedanken um den Ort gemacht hätten und eben nicht wie sonst immer der Rat oder der Ortsrat. Dabei seien durchaus auch Dinge kritisch angesprochen worden. Es seien aber auch viele Ideen umgesetzt worden. Es habe sich gezeigt, dass man gemeinsam etwas schaffen könne. „Ein Dorf ist attraktiv, wenn es lebt“, so Stollwerck-Bauer. Für die Gemeinde sei nun wichtig zu schauen, welche Ideen man für andere Flecken-Orte übernehmen könne.

Im Dorf habe es viel Neugier, aber auch viel Skepsis gegenüber dem Projekt gegeben, sagte Ortsbürgermeister Norbert Hasselmann (Grüne). Die Vereine hätten gefürchtet, dass ihnen Kräfte entzogen würden. Doch in erst drei, später zwei Arbeitsgemeinschaften seien wichtige Ergebnisse erzielt worden. Teilweise sei aber eben auch ein langer Atem für Initiativen notwendig.

Hasselmann und Berndt betonten, es gehe bei dem Projekt nicht darum, Einwohner aus anderen Dörfern abzuziehen. Es gehe darum, den demographischen Wandel zu gestalten, Potenziale zu entfalten, Landflucht zu verhindern und die Vorteile der sozialen Struktur auf dem Land zu zeigen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bundestagswahl: Die Kandidaten im Netz