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Bilder-Schau zu 250 Jahre Göttinger Wall

Stadtverwaltung bereitet Infotafeln mit alten Stichen und alten Fotos vor Bilder-Schau zu 250 Jahre Göttinger Wall

Der Wall hat Geburtstag. Vor 250 Jahren haben die Göttinger ihre Verteidigungsanlage als solche aufgegeben und aus dem Bollwerk einen innerstädtischen Spazierweg mit vielen Bäumen und Büschen gemacht.

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Blick über die Goethe-Allee in Richtung Wallaufgang, rechts Gebhards Hotel mit Imbissstand (Fotos vor 1900 und um 1950). Pförtner

Göttingen. Zu diesem Geburtstag organisiert die Stadt zum Tag des Denkmals im Herbst geführte Rundgänge, legt ihren Flyer über die „Göttinger Wallanlage“ neu auf und dokumentiert ab Mitte Mai auf 21 Schautafeln mit Fotos und alten Stichen an unterschiedlichen Standorten, wie sich der Wall und sein Umfeld in zweieinhalb Jahrhunderten verändert haben.

Man muss manchmal schon ein wenig genauer hinschauen, um den Ort wiederzuerkennen: Rechts am Wall-Aufgang steht ein kleines Gebäude, das es heute nicht mehr gibt – das einstige Wachhaus. Im Hintergrund fällt ein großer Bau auf, an dessen Stelle heute ein neueres Gebäude mit italienischem Schnellrestaurant steht.

Der Stich vom Weender Tor von 1840 gehört zu den größten Überraschungen beim Blick auf die alten Darstellungen, die Michael Menzel vom städtischen Fachdienst für Grünflächen mit seinen Kollegen gefunden hat und jetzt für die Jubiläumsaktion vorbereitet. Großformatig soll dieses Bild mit weiteren Informationen an gleicher Wall-Position aufgestellt werden. 

Der Wall hat Geburtstag. Vor 250 Jahren haben die Göttinger ihre Verteidigungsanlage als solche aufgegeben und aus dem Bollwerk einen innerstädtischen Spazierweg mit vielen Bäumen und Büschen gemacht. © Pförtner

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In den vergangenen Wochen  haben Gärtner am Stadtwall bereits einige Sichtachsen frei geschnitten, damit der Blick an den Info-Tafeln frei von Ästen und Blättern ist. Dass diese üppig auf dem Wall wachsen, hat Göttingen dem einstigen Bürgermeister Michael Lorenz Willich zu verdanken. Als der König um 1765 die Befestigunganlagen abbauen wollte, schlug Willich vor, sie zu erhalten und zu begrünen.

Allein in den ersten Jahren wurden gut 400 Linden gepflanzt. Wie klein die Bäume vor gut 215 Jahren noch waren, zeigt eine Postkarte mit den Wall-Aufgängen an der Nikolai-Straße. Eindeutig zu erkennen ist auf einem Foto aus der Zeit um 1900 der Kandelaber vor dem Deutschen Theater, auch wenn es noch einen weiter vorgezogenen Wall zeigt, der offenbar später für einen größeren Kreisel weichen musste.

Kaum verändert hat sich im Rückblick auf die vergangenen 100 Jahre und Fotos von damals der Wall im Bereich Goethe-Allee (damals nur Allee).

In den kommenden Wochen will die Stadt laut Menzel den Wall noch an der einen oder anderen Stelle ausbessern lassen. Im Mai werden die bis dahin aufgestellten Info- und Fototafeln während einer Veranstaltung vorgestellt.

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