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Blick ins Mittelalter am Fuß des dicken Burgturms

Burgkultur auf der Plesse Blick ins Mittelalter am Fuß des dicken Burgturms

Mit seinen knapp 6000 Tonnen sorge er ununterbrochen für Druck, erklärt Plesseforscher Thomas Moritz. Gemeint ist der dicke Turm auf der Burg Plesse.

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Burgkultur: Fest mit Musik neben dem großen Turm der Plesse.

Quelle: Pförtner

Durch sein Gewicht verusache er Risse im dicken Mauerwerk der Burganlage. Fast 25 Messpunkte hat Moritz auf der Anlage eingebaut. Die kleinsten Verschiebungen würden so messbar. Allein innerhalb der jüngsten zwei Jahre habe er Veränderungen wahrnehmen können.

Viel weiß der Kustos der Plesseburg anlässlich des Sonntags der „Burgkultur“ zu berichten, vom Mauerwerk, was allmählich wegrutscht und dem fehlenden Geld für mehr als Notfallmaßnahmen. Doch er erzählt auch von den Erfolgen. So wurden die Außentoiletten saniert. „Hier guckt man schon ins Mittelalter rein“, weist Moritz aus dem Fenster der Damentoilette in eine dunkle Schießnische.

Beim Rundgang um die Plesse erfährt der Besucher, dass der große Turm 1542 um zehn Meter zurückgebaut wurde, damit er für die Feinde unsichtbar wurde. Das älteste trinkbare Bier der Welt sei unter dem Treppenhals gefunden worden, weist Moritz ins Gemäuer am Gewölbekeller. Vor 150 Jahren, so rekonstruiert er, könnten Arbeiter es dort verborgen haben, um nicht beim Trinken erwischt zu werden.

Mit spannenden Führungen, den Iberg- und den Eichsfeld-Musikanten, und das alles bei strahlendem Wetter, nahm der Tag der „Burgkultur“ seinen Lauf. Angefangen hatte er mit einem ökumenischen Gottesdienst auf der Plesse. In der Kapelle St. Peter und Paul hatten sich rund 100 Menschen eingefunden.

Im Rahmen der Feier mit Taufe unter freiem Himmel wurde Pastor Karl Friedrich Ulrichs aus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Eddigehausen zur Hochschule und Universität in Rostock verabschiedet.

enz

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