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Blitzanlage für A38-Auffahrt Drammetal mit noch mehr Tücken als erwartet

Verkehrspsychologisches Gutachten fürs „Ohr“ Blitzanlage für A38-Auffahrt Drammetal mit noch mehr Tücken als erwartet

Noch schwieriger als gedacht wird die Errichtung einer Blitzanlage samt Beschilderung in der sich zuziehenden und daher unfallträchtigen Auffahrt der A 38 auf die A 7 in Fahrtrichtung Kassel. Unter anderem soll für die anstehenden Entscheidungen jetzt ein verkehrspsychologisches Gutachten angefertigt werden, teilte die Kreisverwaltung am Donnerstag im Finanzausschuss des Landkreises mit.

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Quelle: Archiv

Dramfeld/Göttingen. Allein schon rechtlich sei es schwierig, ein von der allgemeinen Geschwindigkeitsbeschränkung abweichendes Tempolimit bei Nässe einzuführen und gleichzeitig eine juristisch belastbare Blitzanlage aufzustellen, erklärte Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne): „Rechtlich sind damit keine Bescheide möglich.“ Grund dürfte die Unmöglichkeit sein, klar zwischen trocken, feucht und nass zu unterscheiden. Klagen gegen dennoch ergangene Bescheide hätten vor Gericht gute Aussichten auf Erfolg. Denkbar sei stattdessen, die Höchstgeschwindigkeit erst auf 60 und dann auf 40 Stundenkilometer zu begrenzen.

 
Eine solche Entscheidung werde von einem verkehrspolitischen Gutachten abhängig gemacht. Darin soll unter anderem die Frage geklärt werden, warum Autofahrer gerade an dieser Stelle zu schnell führen. Es seien in erster Linie Lastwagenfahrer, welche die Gefahren im sogenannten „Ohr“ falsch einschätzten und Unfälle verursachten, erläuterte Holger Deichfuß, Vizechef des Amtes für Ordnung und Verkehr. Angesichts der Vielzahl der Unfälle im „Ohr“ sei Eile geboten.

 
Kritik an den hohen Kosten für Sicherungsmaßnahmen und Unfallreparaturen nach Beschädigungen durch Unfälle konterte Wemheuer mit dem Hinweis, eine Neukonstruktion der unfallträchtigen Passage sei um ein Vielfaches teurer. Ausschussmitglied Gerhard Winter (CDU) fragte die Verwaltung, ob die Blitzanlage in erster Linie der Verbesserung der Verkehrssicherheit oder der Verbesserung der Kreisfinanzen dienen solle. Winter war der einzige, der sich bei der Abstimmung über die bislang absehbaren Mehrkosten für die Blitzanlage in Höhe von 74 000 Euro der Stimme enthielt. Alle anderen stimmten der Aufstockung zu.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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