Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Blitzer für A38-Auffahrt auf die A7 wird deutlich teurer

244 000 statt 125 000 Euro Blitzer für A38-Auffahrt auf die A7 wird deutlich teurer

Die geplante Blitzanlage in der Auffahrt der A 38 auf die A 7 in Fahrtrichtung Kassel wird noch teurer als geplant. Grund ist die anspruchsvolle Messtechnik, die auf zwei unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten ansprechen muss.

Voriger Artikel
Storchen-Nachwuchs in Wolbrechtshausen geschlüpft
Nächster Artikel
Elektrokasten verqualmt Modehaus H&M in Göttingen

Auch an der Auffahrt von der Autobahn 38 auf die A 7 soll eine Blitzanlage gebaut werden. Diese wird deutlich teurer als geplant.

Quelle: dpa

Der Landkreis Göttingen will eine Messanlage installieren, weil es in der sich zuziehenden Kurve, dem sogenannten Ohr, immer wieder kracht. Trotz eindeutiger Beschilderung fahren Autos und Lastwagen immer wieder zu schnell in die tückische Kurve. Und das mit steigender Tendenz: 2012 gab es dort 29 Verkehrsunfälle, 2013 wurden 34 Unfälle registriert und im vergangenen Jahr bereits 57.

 
Schon im Haushalt 2013 war für eine Überwachungsanlage eine Summe von 125 000 Euro vorgesehen. Im darauf folgenden Jahr errechnete die Kreisverwaltung bereits einen Mehrbedarf in Höhe von 45 000 Euro. Die Gründe dafür: unter anderem fehlende Stromversorgung, notwendige Einzäunung des Solarfeldes zur Stromversorgung und Umrüstung der Schutzplanken. Dann wurde für die Kurve im September 2014 nach bereits 50 Unfällen allein in jenem Jahr eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer bei Nässe festgesetzt. Sonst galt das bisherige Limit von Tempo 60. Nach einer weiteren Kollision eines Fahrzeugs mit der Betonschutzwand wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit im März dieses Jahres auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Allerdings ist geplant, noch in diesem Jahr in der Kurve auf einer Länge von 500 Metern einen besonders griffigen Belag aufzubringen. Danach kann die Geschwindigkeitsbegrenzung bei Trockenheit wieder auf 60 Stundenkilometer erhöht werden.

 
Die Kreisverwaltung erläutert das Problem: „Eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage so einzurichten, dass eine Unterscheidung zu der zulässigen Höchstgeschwindigkeit aufgrund des Witterungszustandes an der geschwindigkeitsbegrenzten Gefährdungsstrecke erfolgt“, sei „technisch nur sehr schwer beziehungsweise unmöglich.“ Dennoch wurde weiter geplant. Das Ergebnis: „Unter Einbeziehung von Unwägbarkeiten“ ergeben sich für die Blitzanlage nunmehr geschätzte Kosten in Höhe von 244 000 Euro – 119 000 Euro mehr als ursprünglich veranschlagt.

 
Die geplante Blitzanlage ist Thema in der Sitzung des Landkreis-Finanzausschusses am Donnerstag, 18. Juni. Weitere Themen sind Änderungen in der Arbeit der Ausländerbehörde, der Haushalt 2016 und die Kreisfusion. Die Sitzung in Saal 018 des Kreishauses, Reinhäuser Landstraße 4, beginnt um 16 Uhr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis