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Bombeneinsätze kosten 45 000 Euro

Stadt zahlt Löhne der Helfer weiter und Busse für Evakuierung Bombeneinsätze kosten 45 000 Euro

An zwei Stellen im Umfeld des Göttinger Schützenplatzes könnten noch Bombenblindgänger im Boden liegen. 28 von 30 Verdachtsstellen seien untersucht und hätten keine weiteren Hinweise auf gefährliche Bombenreste gegeben, teilte Göttingens derzeitiger Ordnungsdezernent Hans-Peter Suermann mit.

An zwei Positionen werde es noch Sondierungsbohrungen mit Spezialgeräten geben. Der Aufwand sei allerdings größer als auf dem Schützenplatz und im Leinebett: Weil sie direkt an der Godehardstraße und am Maschmühlenweg lägen, müssen die Straßen während der Arbeiten gesperrt werden. Ein Termin dafür sei noch nicht festgelegt worden.

Die Stadt hatte gemeinsam mit dem Kampfmittelräumdienst des Landes Niedersachsen eine umfangreiche Suche gestartet, nachdem Anfang Juni auf dem Schützenplatz eine Bombe explodierte, bevor sie entschärft werden konnte. Drei Menschen starben dabei – und es hätten deutlich mehr sein können. Während das Wohnumfeld evakuiert wurde, hätten sich im Bereich der freigelegten Bombe unmittelbar vor der Entschärfung noch 13 Mitarbeiter des Räumdienstes und anderer Firmen aufgehalten, sagte Göttingens Berufsfeuerwehr-Chef Martin Schäfer im Feuerwehrausschuss des Rates der Stadt. Und: „Für mich ist das nicht nachvollziehbar.“ Immerhin seien Teile der Bombe einen Kilometer hoch und 600 Meter weit geflogen, ergänzte Suermann, „obwohl sie nur zu einem Drittel explodiert ist“.

Ende Mai und Anfang Juni wurden für zwei Bombenentschärfungen jeweils etwa 7000 Anwohner evakuiert. Die Kosten bezifferte Schäfer auf Nachfrage der Politiker auf 45 000 Euro – vor allem für gemietete Busse und Lohnfortzahlungen der Helfer. „Wer zahlt das“, wollten die Ausschussmitglieder wissen. Die Stadt, so Suermanns knappe Antwort.

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