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Bonus für Dachgärten in Göttingen zu aufwendig

Vom Tisch Bonus für Dachgärten in Göttingen zu aufwendig

Die Idee, Besitzer von begrünten Dächern und Dachgärten mit einer niedrigeren Kanalgebühr zu belohnen, ist vom Tisch. Der finanzielle Anreiz sei sehr gering und der Verwaltungsaufwand vergleichsweise hoch, argumentieren die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB).

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Enttäuscht, aber überzeugt hakten die Umweltpolitiker des Rates den Vorstoß der Grünen jetzt in ihrem Gremium als erledigt ab. „Das ist schade, aber der Aufwand steht nicht im Verhältnis zur möglichen Ersparnis“, bedauerte Margit Göbel (Grüne).

Zuvor hatte die Göttinger Umweltbeauftragte Britta Walbrun noch einmal für die Idee geworben: Formale Rechenmodelle sollten in diesem Fall getrennt vom politischen Ziel bewertet werden. Privilegien für Dachgärten wären an erster Stelle ein Anstoß, etwas für die Umwelt zu tun.

Nach dem Vorschlag der Grünen sollten Göttinger Grundbesitzer verringerte Kanalgebühr zahlen, wenn sie zum Beispiel Hausdächer und Carports bepflanzen, weil dann auch weniger Regenwasser von der befestigten Fläche in die Regenwasserkanalisation fließt.

Allerdings würden Hausbesitzer bei einer Gebührenermäßigung um 30 Prozent für ein typisches Carport dann nur sechs Euro pro Jahr sparen, rechneten die GEB vor. Damit würde sich der Bau des Unterstandes erst nach etwa 300 Jahren amortisieren.

Der Sparanreiz sei somit gering. Nicht gering sei hingegen der Verwaltungs- und Kontrollaufwand für die jeweiligen Anträge. Zudem müssten die Gebühren für alle anderen erhöht werden, um die gleich bleibenden Kanalkosten zu decken.

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