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Bovenden hat das niedrigste Defizit seit fünf Jahren

Haushaltseinbringung Bovenden hat das niedrigste Defizit seit fünf Jahren

Ein Defizit von 741 100 Euro hat Bovendens neuer Bürgermeister und bisheriger Kämmerer Thomas Brandes (SPD) dem Rat bei Einbringung des Haushaltsplanentwurfs 1015 prognostiziert. Dennoch hält sich seine Besorgnis in Grenzen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Bovenden. „Das neue Defizit bei Einbringung des Haushalts ist das niedrigste seit 2009“. Die Entwicklung im Flecken Bovenden sei in den vergangenen Jahren „stetig positiv“ verlaufen.

Im Ergebnishaushalt stehen Erträge von rund 17,71 Millionen Euro Aufwendungen von knapp 18,45 Millionen Euro gegenüber. Der im Vergleich zu den Vorjahren gesunkene Fehlbetrag spricht aus Brandes Sicht für „einen Trend zu einem ausgeglichenen Haushalt“. Eine positive Entwicklung sei auch beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer zu beobachten. 2014 rechnete die Kämmerei mit einem Anstieg von 4,1 Prozent, 9,7 Prozent seien es geworden. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer betrage im laufenden Jahr 5,545 Millionen Euro. Für 2015 seien auf Grundlage der Orientierungsdaten des Landes 5,889 Millionen Euro (plus 6,2 Prozent) zu erwarten.

Auch mit der Gewerbesteuer-Entwicklung ist Brandes zufrieden. Nach knapp zwei Millionen im Jahr 2012 liegt der Flecken jetzt bei einem Ertrag von 2,5 Millionen Euro, „neben der guten Konjunktur spiegeln sich hier auch die Gewerbeansiedlungen der vergangenen Jahre wider“. 479 200 Euro Gewerbesteuerumlage sind 2015 an das Land abzuführen.

"Spielraum für die Senkung um einen Prozentpunkt"

Einbußen von rund einer halben Million Euro befürchtet Brandes bei den Schlüsselzuweisungen. Mit rund 2,4 Millionen Euro rechnet die Bovender Verwaltung. „Die gute Steuerkraft des Flecken Bovenden und das System des Finanzausgleichs machen sich hier negativ bemerkbar“, erklärte Brandes im Gemeinderat. Rund 5,57 Millionen Euro Kreisumlage würden 2015 fällig, „das ist die höchste jemals vom Flecken Bovenden gezahlte Kreisumlage“. Bei prognostizierten Überschüssen von gut 21 Millionen Euro im Kreishaushalt „wäre durchaus Spielraum für die Senkung um einen Prozentpunkt“.

Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B bleiben unverändert. Die Straßenreinigungsgebühren wurden vor zwei Jahren gesenkt – und dennoch sei im Jahr 2013 ein Gebührenüberschuss zu verzeichnen gewesen. Brandes kündigte eine Erhöhung der Friedhofsgebühren an. Eine Anpassung der Marktgebühren in den kommenden Jahren sei nicht ausgeschlossen.

Für 2015 plant der Flecken eine Kreditaufnahme von rund 1,82 Millionen Euro. Unter anderem, so Brandes, seien größere Investitionen wie der Stadtumbau West (Altdorf Bovenden, 443 200 Euro), Brandschutz und WC-Anlagen Grundschule Lenglern (256 000) und der Neubau der Brücke Neustadt  (225 000) geplant.

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