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Bovender Eltern fordern Zaun rund um den Schulhof

„Äußerst übertrieben“ Bovender Eltern fordern Zaun rund um den Schulhof

Klare Grenzen soll er schaffen – ein Zaun für die Grundschule Am Sonnenberg. Mit einer Höhe von 1,20 Meter soll er fremde Menschen vom Schulhof fernhalten und so für mehr Sicherheit für die Kinder sorgen. Das haben Eltern der Grundschulkinder beantragt.

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Noch ohne Zaun: Grundschule Am Sonnenberg in Bovenden.

Quelle: Heller

Bovenden. Auch die Lehrer im Schulvorstand waren dafür. Der Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Heimatpflege hat sich des Themas angenommen. Gerade weil auch Inklusionskinder in der Grundschule Am Sonnenberg betreut werden, könne ein Zaun die Aufsicht erleichtern, hieß es von Seiten der Schule.

„Wir können nicht mehr als zwei Aufsichtspersonen stellen“, stellte Schulleiterin Johanna Hagemann-Pubanz klar. Allerdings sollen die Zauntore keinesfalls abgeschlossen werden. 

Im Ausschuss löste der Antrag eine rege Diskussion aus. Die geschätzten Kosten von 10 000 bis 12 000 Euro für einen Metallzaun hielt Ralf Stutz (SPD) für nicht ausreichend. Mit Blick auf die Ausgaben von knapp 50 000 Euro, die ohnehin schon für die Schule eingeplant seien, fragte Jörg Magull (SPD) nach der Verhältnismäßigkeit. Efrosini Bachtsevani Behmel (Grüne) befand einen Zaun für „äußerst übertrieben“.

Die übrigen Grundschulen im Flecken seien nicht eingezäunt, das fiel für die Politiker ins Gewicht. Doch auch in der Grundschule in Eddigehausen sei eine Umzäunung schon angeregt worden, setzte die Eddigehäuser Schulleiterin Meike Feuerhahn dagegen. „Es gibt ein Für und ein Wider“, gab Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) die Diskussion innerhalb der Verwaltung wieder.

Gegen die stimmberechtigten Vertreter der Schule sprachen sich die Politiker gegen einen Zaun aus.

Von Ute Lawrenz

Schule hinter Zaun

Göttingen. In der Grundschule Friedland ist das Schulgelände seit etwa einem Jahr umzäunt. Im Rahmen der Schulhofsanierung ist der Zaun auf Wunsch der Schule eingerichtet worden. Auch dort gibt es Tore, die nicht abgeschlossen werden.

So können Anlieger den Hof auch am Nachmittag nutzen. Der Zaun werde dennoch als Grenze empfunden, sagt die Friedländer Schulleiterin Elke Klambeck – zum Beispiel von Menschen mit Hunden oder von Autofahrern , die einen Parkplatz suchen. Für die Schüler sei der Schulhof ein geschützter Bereich. Hinter dem Zaun können sie sogar auf den Schulbus warten. Wenn ihnen ein Ball vom Hof fliegt, springen sie nicht achtlos hinterher – der Schulhof liegt zwischen zwei Straßen.

Fast 25 Jahre ist Leiterin Elke Bornemann-Polzer in der Heinrich-Gruppe-Schule in Rosdorf tätig. Sie kennt das Schulgelände gar nicht ohne Zaun und findet gut, dass es ihn gibt – für die Sicherheit der Kinder. Vor und hinter der Schule verlaufen Straßen. Zwei Tore seien abgeschlossen, ein drittes bleibe immer offen. Ein „leider“ kann sich die Rektorin dazu nicht verkneifen. Nicht selten fänden sich Hundekot und Scherben auf dem Gelände. Manche Passanten nutzten zudem die Toiletten der Schule.

Wohl etwa so lange wie in Rosdorf umfasst in Hardegsen ein Zaun den Grundschulhof. Als Schulleiterin Veronika Wienecke vor 30 Jahren anfing, sei der Zaun schon vorhanden gewesen, erzählt sie. Die Umzäunung findet sie hilfreich für die Aufsicht, sie besage: „Bis hierher und nicht weiter.“ Zudem vermittle sie den Kindern das Gefühl, sich in einem geschützten Bereich zu bewegen. Auch in Hardegsen wird der Schulhof nicht abgeschlossen. enz

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