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Bovender wegen versuchten Mordes angeklagt

Mordversuch mit Blei und Quecksilber Bovender wegen versuchten Mordes angeklagt

Wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau ist ein 43 Jahre alter Mann aus der Gemeinde Bovenden von der Staatsanwaltschaft Göttingen angeklagt worden.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Bovenden/Göttingen. Der Immobilienkaufmann soll über Monate versucht haben, seine getrennt von ihm in Scheidung lebende Frau durch giftige Quecksilberdämpfe und durch die Verabreichung von Blei-Acetat in Getränken zu töten. Er habe sich, unterstellt die Anklagebehörde, durch den Mord vor Zahlungsverpflichtungen im Rahmen des Zugewinnausgleichs bei seiner bevorstehenden Scheidung schützen wollen.

Der Angeklagte, der zuletzt in Kassel gelebt hatte, war am 13. Dezember vergangenen Jahres verhaftet worden und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Seine Ehefrau, die nach der Trennung in dem gemeinsamen Wohnhaus geblieben war, hatte im Laufe des Jahres 2014 schwere Gesundheitsschäden erlitten. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Schwermetallvergiftung handelt. Verdacht hatte die Frau geschöpft, als sie in ihrem Backofen Quecksilberkügelchen gefunden hatte.

Laut Anklage soll der 43-Jährige zunächst an mehreren Stellen Quecksilber ausgebracht haben, dessen Dämpfe zu gesundheitlichen Folgen führten. So habe er mittels einer Spritze Quecksilber in die Lüftungsschlitze beider von der Frau genutzter Autos gespritze.  Auch im Ventilator des Backofens und in einem Toaster brachte er das heimtückische Gift aus, das danach verdampfte. Die Folge ist, dass das gesamte Einfamilienhaus kontaminiert wurde und dauerhaft unbewohnbar wurde.

Als der gewünschte Erfolg, der Tod der Frau, nicht eintrat, soll der Mann zudem der Geschädigten Blei-Azetat in Säften verabreicht haben. Neben versuchtem Mord ist auch gefährliche Körperverletzung angeklagt. Der Angeklagte hat zwar die Taten eingeräumt, bestreitet jedoch eine Tötungsabsicht. Einen Termin für die Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht gibt es noch nicht.

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