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Brand in Lungenklinik

13 Patienten evakuiert Brand in Lungenklinik

Schreck für die Patienten mitten in der Nacht: In der Lungenklinik Lenglern ist am Sonnabend, 9. April, gegen 1.15 Uhr ein Brand ausgebrochen. Die Matratze eines Patienten hatte Feuer gefangen. 

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Verwüstet: Das Patientenzimmer ist nach dem Brand unbenutzbar.

Quelle: Lahrsow

Der 76-Jährige erlitt eine Rauchvergiftung und musste im Klinikum Göttingen untersucht werden, konnte aber noch in der Nacht entlassen werden. Durch die starke Rauchentwicklung wurde das gesamte Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Außer dem 76-Jährigen mussten daher noch zwölf weitere Patienten evakuiert werden. Sie konnten auf andere Stationen verlegt werden.

Bei der Bekämpfung des Brandes und der Evakuierung waren die Ortsfeuerwehren Lenglern, Emmenhausen und Harste und die Schnelleinsatzgruppe Göttingen und der leitende Notarzt im Einsatz. Den Alarm hatte die Brandmeldeanlage im Krankenhaus ausgelöst.
Beim Eintreffen der Feuerwehr waren die Evakuierungsmaßnahmen bereits vom Krankenhauspersonal eingeleitet worden, es hatte bereits Löschversuche mit Hilfe von Feuerlöschern gegeben. Die Feuerwehren unterstützten unter Atemschutzgeräten bei der weiteren Evakuierung der auf den Stationen liegenden Patienten und nahmen die Brandbekämpfung vor. Mit zwei Druckbelüftern wurde der Rauch aus dem Gebäude geblasen. Die Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst habe sehr gut funktioniert, so der Einsatzleiter und stellvertretende Gemeindebrandmeister, Holger Gottschling. Die Patienten seien sehr ruhig gewesen.

Das Feuer war im Erdgeschoss der Station 1 ausgebrochen. Die Zimmer in diesem Geschoss sind vorerst nicht belegbar, alle weiteren Zimmer in dem mehrstöckigen Gebäude konnten laut Feuerwehr durch das schnelle Eingreifen der Beteiligten nach dem Einsatz wieder belegt werden. Die drei Wehren waren mit sieben Fahrzeugen und rund 45 Feuerwehrleuten im Einsatz.

Schon rund eine Stunde nach dem Brand wurde die Einsatzstelle in die Verantwortung des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende, zu dem die Lungenklinik gehört, entlassen. Der medizinische Geschäftsführer Prof. Michael Karaus war bei dem Brandeinsatz selbst vor Ort. Er gehe davon aus, dass das betroffene Geschoss schnell wieder saniert werden könne, so Karaus. Bis dahin könnten die betroffenen Patienten gut in anderen Bereichen des Krankenhauses betreut werden. Der Chefarzt lobte das Personal und die Hilfskräfte für ihren schnellen und effektiven Einsatz.

Die Vermutung liegt nahe, dass beim Ausbruch des Feuers eine brennende Zigarette im Spiel war. Laut Polizei ist die Brandursache jedoch noch nicht geklärt. Die Beamten wollen erst weiter ermitteln. Der Sachschaden wird auf etwa 50 000 Euro geschätzt.

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