Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
CDU und JU kritisieren Parteien und Medien

Nach Brandanschlag auf Corps CDU und JU kritisieren Parteien und Medien

Mit einer Kollegen- und Medienschelte reagiert Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe, auf den Brandanschlag auf den Schuppen eines Verbindungshauses am Sonntagmorgen. Den CDU-Politiker ärgert, dass die Kollegen der anderen Parteien bisher zu der mutmaßlich politisch motivierten Tat schweigen.

Voriger Artikel
Befragungen beginnen am 25. April
Nächster Artikel
Verkehrsbehinderungen durch Tour d'Energie
Quelle: Müller/Archiv

Göttingen. Wäre es ein Anschlag auf ein Flüchtlingsheim statt auf ein studentisches Corps gewesen, so Scherer weiter, wäre der Brandanschlag "sicher umgehend Nachricht in den bundesweiten Medien" gewesen. Er sieht darin einen "selektiven Umgang der Medien" mit dem Thema und ein wiederholtes "Schweigen der übrigen Göttinger Parteien zu Gewalt gegen Sachen und Personen".

 "Ich halte das Schweigen von Demokraten zu solchen Vorfällen für einen Skandal", schreibt Scherer. Es scheine in Göttingen "immer noch einen großen Personenkreis zu geben, der bei solchen Verbrechen die berüchtigte Göttinger 'klammheimliche Freude' empfindet, wenn es denn nur die vorgeblich Richtigen trifft".

Auch die Junge Union meint: "Die Politik der Göttinger SPD, Grünen und Linken verschließt seit Jahren die Augen gegenüber der militanten linksextremen Szene." Gerrit Becker, stellvertretender JU-Vorsitzender, meint, damit werde "linke Gewalt salonfähig gemacht". Der JU-Vorsitzende behauptet, "wöchentlich werden Göttinger Bürger Opfer von linksextremer Gewalt." Er führt das Beschmieren von Häusern, Steinwürfe, Drohungen und "nun einen Brandanschlag,  bei dem Menschenleben bedroht wurden", an. "Unbeteiligte Opfer werden durch linksextreme Gewalttäter billigend in Kauf genommen", sagt Neumann.

Auch der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) äußert sich zum Brandanschlag beim Corps Hannovera. Er nennt Angriffe der linken Szene ein "geläufiges Problem". Im vorliegenden Fall bestehe "eine besorgniserregende neue Qualität der Gewaltbereitschaft". Umso besorgniserregender sei die jüngste Aussage des Asta-Außenreferenten Hauke Oelschläger, wenn dieser sage, er könne sich eine Zusammenarbeit mit der Antifa vorstellen. Auch Vivien Bohm (Grüne Hochschulgruppe) habe in der konstituierenden Sitzung "bereits zugegeben", dass sie "politische Gewalt von Links billige", sagt Henrik Wärner, Landeschef des RCDS. Dieser sieht eine "alarmierende Ignoranz der Asta-Koalition gegenüber linker Gewalt".

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Göttingen
Foto: Der Schuppen brannte, das Feuer griff auch auf das Nachbarhaus über.

In Göttingen eskaliert ein Streit zwischen dem Corps Hannovera und vermutlich Mitgliedern der linken Szene. Nun wurde der Schuppen der Verbindung angezündet und damit auch eine Nachbarsfamilie in Lebensgefahr gebracht. Die Polizei spricht von einer neuen Qualität der Gewalt.

  • Kommentare
mehr
Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen