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Stadt investiert 3,7 Millionen Euro

Göttinger Schulen: Neue Klassenräume und Brandschutzanlage Stadt investiert 3,7 Millionen Euro

An zahlreichen Göttinger Schulen laufen derzeit Bauarbeiten. Am Felix-Klein-Gymnasium (FKG) wird der dritte Abschnitt der Westtraktsanierung umgesetzt. Dabei werden sieben Klassenräume und die Toiletten saniert.

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Außenstelle des Max-Planck-Gymnasiums: Im Gebäude wird eine elektroakustische Anlage installiert mit Lautsprechern in allen Räumen für Brandalarm, Klingelton und Amokalarm.

Quelle: Richter

Göttingen. "Die Klassenräume sind zum Teil mehr als 30 Jahre alt. Und die Toiletten sind mit 40 Jahren noch älter", berichtet Ralf Volkmar, der zuständige Mitarbeiter des Fachdienstes Gebäude.

Deshalb seien diese Arbeiten dringend erforderlich, um sowohl die Klassenräume als auch die Toiletten an die heutigen technischen Standards anzupassen. In den Klassenräumen sind Arbeiter derzeit dabei, die Decken und den Fußboden herauszunehmen. Mit der Grundsanierung der Räume werden auch Arbeiten zur Verbesserung des Datennetzes verbunden.

Und eine neue Beleuchtung wird eingebaut. Die Westtraktsanierung am MPG erfolge über fünf Jahre, sodass jedes Jahr in den Sommerferien eine Etage an der Reihe sei. "Außerdem wird in der Aula derzeit das Parkett abgeschliffen und neu versiegelt", erklärt Volkmar.

Allerdings können nicht alle Bereiche in den Sommerferien fertig gestellt werden. "Eine Jungentoilette schieben wir nach hinten. Denn hier gibt es noch eine weitere, die erst mal ausreicht", sagt Volkmar. Die Klassenräume hingegen müssten am ersten Schultag nach den Ferien zur Verfügung stehen.

Daher müssten all diese Arbeiten in den Ferien abgeschlossen werden. Manche Baufirmen müssten auch am Sonnabend auf den Baustellen tätig sein, um diesen Plan umzusetzen.

Die Ausschreibung für die Arbeiten sei bereits Anfang des Jahres erfolgt, damit die Firmen frühzeitig planen könnten und vor allem auch noch freie Kapazitäten hätten. "Wir konnten zum Glück alle ausgeschriebenen Dinge auch besetzten, wobei das zum Schluss schon schwierig war", sagt Volkmar.

Er weist aber auch daraufhin, dass bei solchen Vorhaben auch Verfahren wie die Ausschreibung eingehalten werden müssen. Zudem seien für Außenstehende vermeintliche einfache Vorhaben oftmals auch mit hohen Kosten verbunden. Die Kosten für die Arbeiten am Felix-Klein-Gymnasium seien mit 390 000 Euro veranschlagt. Dazu gehören auch Arbeiten an den Rettungswegen im Flur und in den Treppenhäusern des sogenannten Anbaus.

Bei der Entscheidung, in welcher Schule die Bauarbeiter während der Ferien tätig sind, würden unterschiedliche Kriterien eine Rolle spielen. "Die Schulen können Wünsche äußern. Wie zum Beispiel, dass sie einen neuen Fach- oder Funktionsraum benötigen.

© Richter

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Außerdem kommen politische Entscheidungen hinzu. Und wir gucken, wo wir aus Bausicht handeln müssen", erläutert Volkmar. Dies sei zum Beispiel der Fall, wenn ein Großteil der Räume bereits ein bestimmtes Alter erreicht habe und daher eine Sanierung notwendig sei.

An der Außenstelle des Max-Planck-Gymnasiums am Albanikirchhof werden 400 000 Euro für die Installation eines zweiten Rettungsweges investiert. "Hierzu gehören unter anderem Außentüren und Außentreppen", so Volkmar. Außerdem müssen Notlichtanlagen eingebaut werden, damit das Gebäude den Standards zur Brandsicherung entspricht.

Zu den neusten Vorschriften gehöre auch ein Amok-Alarmsystem. Denn bei einer Amok-Alarmierung müssten andere und vor allem deutlichere Anweisungen gegeben werden als zum Beispiel bei einer Brandalarmierung. „Bei einem Amok-Alarm sollte es nicht nur einen Alarm, sondern auch Sprachanweisungen geben“, so Volkmar. Dies allein sei eine umfangreiche Investition, die für die Schulen insgesamt bei etwa einer Million Euro liege.

Die Stadt Göttingen investiert in diesem Sommer etwa 3,7 Millionen Euro in ihre Schulen. Mit 350 000 Euro stehen dabei die Arbeiten an der Mittelbergschule im Plan. Dort werden eine Pellettheizung und neue Kunststofffenster eingebaut. Am Hainberg-Gymnasium wird ein naturwissenschaftlicher Raum saniert.

Zudem wird der Freizeitbereich umgebaut. Dies kostet zusammen 170 000 Euro. Neben den umfangreichen Arbeiten an den Schulen gibt es an mehreren Einrichtungen auch kleinere Aufgaben zu erledigen, die zusammen etwa 500 000 Euro kosten.

Von Vera Wölk

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