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Brandstifter aus Uslar muss in psychiatrisches Krankenhaus

Brandstiftung Brandstifter aus Uslar muss in psychiatrisches Krankenhaus

Ein 23-jähriger Mann aus Uslar, der im Februar vergangenen Jahres in den Büroräumen des Albert-Schweitzer-Familienwerks in Uslar gezündelt hatte, muss  auf unbegrenzte Zeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht bleiben. Das ist das Ergebnis eines Prozesses vor dem Landgericht Göttingen. Der 23-Jährige musste sich dort wegen versuchter schwerer Brandstiftung verantworten.

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Ein 23-jähriger Mann aus Uslar, der im Februar vergangenen Jahres in den Büroräumen des Albert-Schweitzer-Familienwerks in Uslar gezündelt hatte, muss  auf unbegrenzte Zeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht bleiben.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Uslar. Nach Angaben einer psychiatrischen Gutachterin war er zur Tatzeit aufgrund einer krankhaften seelischen Störung schuldunfähig.

Dementsprechend konnte das Gericht ihn auch nicht wegen der Tat verurteilen. Da der 23-Jährige aufgrund seiner Erkrankung jedoch weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle, ordnete die Kammer stattdessen die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Der 23-Jährige räumte die Tatvorwürfe ein.

Der 23-Jährige war vor der Tat bereits mehrfach in psychiatrischer Behandlung gewesen. Ende Dezember vergangenen Jahres ordnete das Gericht dann seine einstweilige Unterbringung in der Psychiatrie an. Zuvor war eine Gutachterin zu dem Schluss gekommen, dass der 23-Jährige an einer paranoiden Psychose litt, die sich unter anderem in Rachefantasien und Verschwörungsgedanken ausdrücke und zu aggressiven Impulsdurchbrüchen führen könne. Unbehandelt stelle der  23-Jährige eine Gefahr für die Allgemeinheit dar.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung schlossen sich dieser Einschätzung an und plädierten auf eine Unterbringung in der Psychiatrie. Das Gericht folgte diesen Anträgen. Der Vorsitzende Richter August-Wilhelm Marahrens verwies darauf, dass sich der Krankheitszustand in den vergangenen drei Monaten schon deutlich gebessert habe.

Es bestehe daher große Hoffnung, dass die Krankheit geheilt werden könne. Dieser müsse aber aktiv daran mitarbeiten.

Von Heidi Niemann

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