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Brandstifter erhält Bewährungsstrafe

Mittwoch Urteil, Donnerstag Therapie Brandstifter erhält Bewährungsstrafe

Mit einer milden Bewährungstrafe ist nach seinem umfassenden Geständnis ein 27 Jahre alter Duderstädter davongekommen, der in der Schweiz drei Autos angesteckt und in Duderstadt und Leinefelde Betrug mit einer Kreditkarte begangen hatte. Als Bewährungsauflage muss er sofort in eine Entzugsklinik.

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Göttingen/Duderstadt. Das Gericht rechnete dem von Crystal Meth abhängigen und zudem psychisch kranken Mann sein rückhaltloses Geständnis hoch an. Der arbeitslose Trockenbauer hatte zugegeben, vor gut drei Jahren in Olten in der Schweiz einen schon teils ausgebrannten Mercedes erneut angezündet und dabei zwei weitere, daneben geparkte Autos beschädigt zu haben. Außerdem hatte er eine gefundene Geldbörse nicht abgegeben und mit der darin befindlichen Kreditkarte in zwei Baumärkten für insgesamt 2425 Euro betrügerisch eingekauft.

Die Gesamtstrafe dafür beträgt ein Jahr und drei Monate Haft. Damit folgte das Gericht der Staatsanwaltschaft, die den Mann ursprünglich wegen Wiederholungsgefahr in der Psychiatrie unterbringen wollte. Der 27-Jährige hatte sich aber bereits selbst um einen Therapieplatz gekümmert, so dass schon einen Tag nach dem Urteil an diesem Donnerstag seine stationäre Therapie beginnt. Die Strafe wurde darauf unter Bewährung gestellt, Bewährungsaufsicht für vier Jahre verhängt und die Therapie zur Auflage bestimmt. Sollte er diese abbrechen, werde die Kammer "nicht zimperlich sein und ratz-fatz die Bewährung widerrufen", versprach der Vorsitzende Richter August-Wilhelm Marahrens.

Die Frage, ob der Brandanschlag wirklich geschah, um eine minderjährige Prostituierte zu befreien, wie der Angeklagte behauptet (oder sich zumindest eingebildet) hatte, müsse nicht weiter aufgeklärt werden. Rechtswidrig war die Brandstiftung auf jeden Fall. Das Urteil wurde sofort rechtskräftig.

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