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Braucht Waake zwei eigene Veranstaltungshäuser?

Etatplan 2011 Braucht Waake zwei eigene Veranstaltungshäuser?

Der wirtschaftliche Aufstieg in Deutschland kommt in den Kommunen nur verzögert an, das spürt auch die Gemeinde Waake. Sie wird in ihrem Etatplan für das gerade begonnene Jahr nach 2009 und 2010 vermutlich noch einmal rote Zahlen schreiben.

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Wird gerade erst saniert: das Gemeindehaus im Zentrum Waakes.

Quelle: Hinzmann

Das Defizit wird mit 38 600 Euro zwar deutlich besser ausfallen als 2010 mit etwa 74 000 Euro Minus. Trotzdem werten die Finanzpolitiker des Rates diese Entwicklung als „noch ausreichend“. Damit korrigierten sie in ihrer Sitzung die „als zufriedenstellend“ abgegebene Einschätzung der Verwaltung zum Haushaltsplan 2011. Aber sie stimmten der Satzung einstimmig zu, abschließend entscheidet der Gemeinderat.

Neben den laufenden Ausgaben kann Waake in 2011 sogar weiter investieren: Laut Plan soll der Kindergarten um einen Gruppenraum für Krippenkinder erweitert werden. Auch für Straßenbeleuchtung, Breitbandversorgung und die weitere Sanierung des Gemeindehauses sind Posten vorgesehen. Für den Ausbau des Kindergartens hofft sie auf Zuschüsse für eine zusätzliche Personalstelle aus dem Programm „Bürgerarbeit“. Klappt dass, soll der neue Mitarbeiter den Raum in Eigenleistung ausbauen. Das würde den Gemeinde-Etat 2011 deutlich entlasten.

Im Finanzausschuss umstritten ist allerdings die Ursachen-Frage für das fortlaufende Defizit. Die CDU/FDP-Gruppe sehe entscheidende Probleme und Stellschrauben bei den Ausgaben durch die Gemeinde selbst, erklärte Johann-Karl Vietor (CDU). Die SPD hingegen wirft dem Land Niedersachsen vor, den Kommunen seit vielen Jahren ihnen zustehende Zuweisungen vorzuenthalten. „Würden wir dieses Geld bekommen, wären wir nicht in finanzieller Not“, sagt Gemeindebürgermeister Helmut Lange (SPD).

Diese Grundsatzfrage wiederum führte im Finanzausschuss zu einer schon lange diskutierten Detailfrage: Braucht Waake mit dem Gemeindehaus und seinem Dorfgemeinschaftshaus (DGH) zwei Objekte dieser Art. Alleine die laufenden Unterhaltungskosten beliefen sich für das DGH auf jährlich 20 000 Euro, so Vietor, für das Gemeindehaus auf 10 000 Euro. Lange hingegen kontert, dass beide Einrichtungen mit Vereinsveranstaltungen, Sitzungen und privaten Buchungen weitgehend ausgebucht seien. Lange weiter: „Wir brauchen zwei Häuser und die SPD ist nicht bereit, den öffentlichen Bereich noch weiter zu beschneiden“. Ob sich die Gemeinde beide Immobilien langfristig leisten kann, wollen auch die Grünen wissen. Sie haben zur Ratssitzung per Antrag eine Nutzungs-Analyse angeregt.

Der Gemeinderat Waake tagt am Dienstag, 1. Februar, ab 20 Uhr im Gemeindehaus.

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