Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Satirische Safari durch die Stadt

Göttingen Satirische Safari durch die Stadt

Die Satirepartei „Die Partei“ hat am Dienstag eine Braunbären-Safari in Göttingen veranstaltet, um auf satirische Weise darauf hinzuweisen, dass „der rechte Braunbär in weiten Teilen des Bundeslandes“ sein Unwesen treibt.

Voriger Artikel
Unbekannte brechen inKita ein
Nächster Artikel
Wer will wie Kultur fördern?

Hendrik Bammel (r.) führt die Braunbärensafari an.

Quelle: Christoph Mischke

Göttingen. „Wir machen keinen Ärger“, versprach Hendrik Bammel, politischer Geschäftsführer der Satirepartei „Die Partei“, den Polizisten, die an den verschiedenen Stationen der Braunbär-Safari fragten, was die Gruppe denn plane und ob die Versammlung angemeldet sei. Aufgerufen hat „Die Partei“, um mit einer satirischen Safari durch Göttingen „auf die Problematik der rechten Braunbären“ hinzuweisen.

„Der rechte Braunbär treibt in weiten Teilen des Bundeslandes“ sein Unwesen“, sagt Bammel zu den zwölf Männern und Frauen, die sich am Bahnhofsvorplatz zu einer Braunbären-Safari „unter Anleitung erfahrener Guides und Ranger“ versammelt haben. „Diese Safari ist kein Spaßunternehmen, auch wenn sie in Martin-Sonneborn-Stadt stattfindet“, betonte Bammel und gab einige Sicherheitshinweise im Falle von Braunbärensichtungen. „Nicht füttern, sonst wird man sie nicht wieder los“, lautete einer der Ratschläge, „Gespräche vermeiden“ ein anderer, denn das könne zu Gehirnzellenverlust führen.

„Artgerechte Gehegehaltung“

Es gebe in der Stadt eine Reihe von Punkten, referierte Bammel, „wo unsere Braunbärenfreunde sich in letzter Zeit häufiger haben blicken lassen“. Von „artgerechter Gehegehaltung“ der Braunbären zu verschiedenen Anlässen“ am Bahnhofsvorplatz von Göttingen war die Rede, bevor Bammel seine Safari-Teilnehmer zunächst in Richtung Landgericht führte. Dort wurde am Dienstag das Berufungsverfahren eines Mitglieds der sogenannten „Volksbewegung Niedersachsen“ (früher „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“) verhandelt. Die Safari-Teilnehmer erfuhren von Ranger Bammel, wie man Braunbären erkennt und welches ihre Lebensräume sind. Das „Alphamännchen Jens Wilke zum Beispiel“, so referierte Bammel, sei in Thüringen und Sachsen gesichtet worden. Inzwischen habe er aber auch einen „digitalen Lebensraum“. Auch die in Göttingen und der Region weiteren bekannten Braunbären wurden auf satirische Weise beschrieben.

d071763e-adc2-11e7-b35e-ccb0eb09849f

Die Satirepartei „Die Partei“ hat am Dienstag eine Braunbären-Safari in Göttingen veranstaltet, um auf satirische Weise darauf hinzuweisen, dass „der rechte Braunbär in weiten Teilen des Bundeslandes“ sein Unwesen treibt.

Zur Bildergalerie

Nach weiteren Safari-Stationen an der Weender Straße, am Theaterplatz, am Gänseliesel und am Neuen Rathaus, bewegten sich die Teilnehmer in Richtung Albaniplatz „zum großen Freilichtgehege“, um dort gegebenenfalls Braunbären zu beobachten. Im Zusammenhang mit der Verhandlung am Landgericht hatte die „Volksbewegung“ dort eine Kundgebung beantragt.

Von Britta Eichner-Ramm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Bilder der Woche vom 7. bis 13. Oktober 2017