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Brennpunkt Verkehr: Dorferneuerung soll helfen

Gladebeck Brennpunkt Verkehr: Dorferneuerung soll helfen

Ein erster Entwurf des Dorferneuerungsplans in Gladebeck ist fertig. Binnen eines Jahres haben das Planungsbüro Hajo Brudniok und die Planungsgruppe Lange Puche mit dem Arbeitskreis zahlreiche Ideen entwickelt. Zu den wichtigsten Vorhaben gehören die Umgestaltung des Thieplatzes und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung an der Ortsdurchfahrt.

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„Besonders gutes Beispiel“: Der Thieplatz in Gladebeck soll im Rahmen der Dorferneuerung aufgewertet werden.

Quelle: Hinzmann

Positiv ist das Urteil der Gladebecker Bürger über ihr Dorf mit rund 1200 Einwohnern ausgefallen. Sie seien „insgesamt mit ihrem Heimatort zufrieden und schätzen diesen als attraktiven Wohnstandort“. Dennoch äußern die Gladebecker auch Kritik und Wünsche. In zwölf Arbeitskreis-Treffen haben sie zusammengetragen, wie sie einem Bevölkerungsrückgang in ihrem Dorf entgegenwirken könnten.

So soll der Thieplatz, „besonders gutes Beispiel südniedersächsischer Dorfkultur“, als Dorfmittelpunkt aufgewertet werden. Neben der Umgestaltung der Bushaltestelle und dem Aufstellen von Infotafeln wird daran gedacht, im Spritzenhaus Sanitärräume für Dorffeste einzurichten. Der Jugendraum könnte aus dem ehemaligen Backhaus in das leer stehende Pfarrhaus umziehen, außerdem könnten dort ein Treffpunkt für Familien- und Altenbegegnung und eine Bücherei eingerichtet werden.

Für ein solches kleines Gemeindezentrum wäre laut Plan auch das mittlerweile geschlossene Gasthaus Zur Linde geeignet. Fände man einen Pächter, könnte es aber auch als Gaststätte für mehr Leben auf dem Thieplatz sorgen.

Ein Brennpunkt in Gladebeck: Die Verkehrssituation. Seit Jahren kämpfen viele Gladebecker für eine Ampel an der Ortsdurchfahrt und hoffen nun auf eine neue Chance. Von optisch abgesetzten Querungshilfen bis zur Einrichtung eines Minikreisels an der Ascher Straße reichen die Vorschläge im Planentwurf.

2,3 Millionen Euro kosten

Für viele weitere Bereiche ihres Dorfes haben die Gladebecker Ideen: So möchten sie die Springquelle ebenso umgestalten wie die Bereiche um Kindergarten, Feuerwehr, Sportplatz und Friedhof. Einer groben Schätzung zufolge würden alle öffentlichen Maßnahmen rund 2,3 Millionen Euro kosten. Das Amt für Landentwicklung setzt den Förderrahmen fest, der Rat entscheidet, welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Für Vorhersagen, was tatsächlich getan wird, ist es laut Hardegsens Bauamtsleiter Dirk Schrader zu früh. „Der Rohdiamant liegt bei mir auf dem Tisch“, mit dem Arbeitskreis müsse dieser jetzt noch geschliffen werden.

Gladebecks Bürgermeister Karl-Heinz Düwel (Bürgergruppe) hält es für wichtig, als erstes die verkehrsberuhigenden Maßnahmen umzusetzen. Zudem sollten nun verstärkt die Bürger beteiligt werden, damit diese auch für private Umbaumaßnahmen die Fördermittel in Anspruch nehmen.

                                                                                                                  Von Ute Lawrenz

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