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4,2 Millionen Euro für Leitstellen

Neue Kommunale Regionalleitstelle der Feuerwehrwehr 4,2 Millionen Euro für Leitstellen

Noch vor Weihnachten soll der Rohbau stehen. Der Neubau der neuen Leitstelle für die Göttinger Berufsfeuerwehr schreitet zügiger voran als geplant. Ende 2017 sollen die neuen Räume an der Breslauer Straße fertig sein.

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In der neuen „Kommunalen Regionalleitstelle der Stadt und des Landkreises Göttingen“: Mario Wey und Torsten Kliem von der Berufsfeuerwehr auf der Baustelle.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Auf 2,36 Millionen Euro beziffert die Göttinger Stadtverwaltung die Kosten für die neue kommunale Regionalleitstelle der Stadt und des Landkreises Göttingen. Diese werden nach Auskunft von Verwaltungssprecher Detlef Johannson „zum Großteil“ von Krankenkassen und den Trägern des Rettungsdienstes, also Stadt und und Landkreis, finanziert. Weitere 1,85 Millionen Euro investiert die Stadt Göttingen für den Bau von Büroetagen in dem vierstöckigen Neubau, die dann statt Büros im benachbarten ehemaligen Kreiswehrersatzamt von der Berufsfeuerwehr genutzt werden sollen.

„Die jetzige Leitstelle platzt aus allen Nähten“, sagt Mario Wey, Fachdienstleiter Information und Kommunikation bei der Berufsfeuerwehr. Mehr als 30 Jahre ist die Leitstelle inzwischen alt, immer mehr Technik sei im Lauf der Zeit hinzugekommen, auch würden die Einsatzzahlen für die Feuerwehr zusehends steigen, sagt Wey. Immerhin laufen hier die Feuerwehr-Notrufe aus Stadt und Landkreis ein und die Rettungseinsätze und Krankentransporte werden von dort aus von der Feuerwehr koordiniert.

Die neue Leitstelle sei so geplant, so Wey, dass die Feuerwehr auf künftige Entwicklungen reagieren kann. Die nötige Technik für die Einsatzleittische habe die Feuerwehr bereits in den vergangenen zwei Jahren angeschafft, die Kollegen entsprechend geschult, sagt Wey. Er hofft, dass der anstehende Umzug innerhalb weniger Tage abgeschlossen werden kann.

Anfang August haben die Bauarbeiten für die Leitstelle begonnen. Inzwischen stehen die Wände des Kellers, die Kellerdecke ist ausgehärtet und die Bauarbeiter können die Wände des Erdgeschosses hochziehen. Bis Wiehnachten - gutes Wetter vorausgesetzt - soll der Rohbau stehen, so dass im neuen Jahr Fenster und Türen eingesetzt werden können.

Nach Prüfung von sechs Varianten hatte sich im vergangenen Jahr der Neubau an der Breslauser als die wirtschaftlichste Möglichkeit herausgestellt. Die Planer hatten im Auftrag der Verwaltung unter anderem auch eine Aufstockung der bestehenden Leitstelle in der Hauptfeuerwehrwache, einen Neubau hinter der Wache und einen Neubau mit integrierter neuer Feuerwache West geprüft. Auch die Erweiterung der Leitstelle Osterode mit Blick auf die Kreisfusion und die „Ertüchtigung“ der Leitstelle in Osterode sind untersucht worden.

Land macht Rückzieher

Kleine Lösung: Statt einer kleinen Kommunale Leitstelle nur für die Feuerwehr waren die Pläne ursprunglich größer. Stadt, Landkreis und Polizei Göttingen wollten eigentlich eine neue kooperative Leitstelle bauen, in der alle Einsätze – auch für Osterode – gesteuert werden. Geplant war ein zehn Millionen Euro teurer Neubau auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr mit modernster Kommunikationstechnik. Das Land wollte für den Polizeibereich 50 Prozent der Kosten übernehmen. Dann machte das niedersächsische Innenministerium im Sommer 2014 einen Rückzieher – aus wirtschaftlichen Gründe hieß es. Das Land wolle stattdessen eine kooperative Leitstelle in Hameln ausbauen. Göttinger Feuerwehr und Verwaltung reagierten höchst verärgert auf den Rückzieher.

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