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Briefe an den Nikolaus in Nikolausberg

Jedes Jahr kommen etwa 200 Briefe an - alle werden beantwortet Briefe an den Nikolaus in Nikolausberg

Der Nikolaus wohnt natürlich in Nikolausberg – wo sonst. Und natürlich bekommt er an diese Adresse jede Menge Post. In jedem Jahr sind es etwa 200 Karten und Briefe, sagt Susanne Adams-Helbich vom Heimatverein des Dorfes. Die meisten kommen natürlich um den Nikolaustag an diesem Sonntag

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Post für den Nikolaus in Nikolausberg.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Und sie kommen auch alle an beim Nikolaus, die Briefe aus ganz Deutschland, Frankreich, Österreich und Polen, sagt Adams-Helbich. Sogar, wenn sie sie einfach nur „An den Nikolaus in Nikolausberg“ adressiert sind oder an die tatsächlich in Nikolausberg existierende Straße „Am Heiligenhäuschen“. Die Postboten wissen Bescheid und die ganze Nikolauspost landet beim Heimatverein. Der kümmert sich seit vielen Jahren darum, seit einigen Jahren  vor allem Vorstandsmitglied Adams-Helbich.

„Alle Briefe werden auch beantwortet“, sagt sie, auch wenn das manchmal gar nicht so einfach und emotional aufwühlend sei. Wenn Kinder zum Beispiel um Hilfe für ihre sehr kranke Oma bitten oder um ein gestorbenes Haustier trauern. Oder wenn schwer kranke Kinder aus der Göttinger Kinderklinik schreiben und Eltern im Namen ihres krebskranken Kindes den Nikolaus um Hilfe bitten und dabei eigentlich ihre eigene Not und Verzweiflung ausdrücken. „Dann muss ich in der Antwort tröstende Worte finden, das ist wichtig“, sagt Adams-Helbich.

Die meisten Briefe und Karten aber seien fröhlich und lustig. Kleine Kinder würden lustige Bilder malen, viele ihre Weihnachtswunschliste schicken, die manches Mal an einen Spielzeugkatalog erinnert. Ihnen erklärt Adams-Helbich dann, dass der Weihnachtsmann die Geschenke bringe, der Nikolaus den Brief aber gerne weiter leite.

Es gebe aber auch ganz ungewöhnliche Wünsche. Ein Mädchen zum Beispiel schreibe seit einigen Jahren immer wieder und denke dabei nicht an sich. Sie  bittet den Nikolaus, ihren Freundinnen zu schreiben, damit diese merken und glauben, dass es ihn doch gibt. Namen und Adressen werden gleich mitgeliefert.

Und dann gebe es noch den älteren Mann, der dem Nikolaus jedes Jahr freundlich seine Weihnachtswünsche übermittelt: mal eine Gitarre, mal ein Monopoly-Spiel.

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