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Brunnenbohrung bei Groß Schneen aus dem Lot gelaufen

Friedland Brunnenbohrung bei Groß Schneen aus dem Lot gelaufen

Es ist etwas schief gelaufen bei der Suche nach Trinkwasser für die Gemeinde. Bei der Probebohrung am Waldstück Draisch östlich von Groß Schneen ist zwar Wasser gefunden worden, für einen künftigen Brunnen kann diese Bohrung aber nicht genutzt werden, denn sie ist aus dem Lot geraten. Das teilte Bürgermeister Andreas Friedrichs jetzt im Ortsrat mit.

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Bauarbeiten für die Wasserleitung nach Mollenfelde haben begonnen. Hier der Hochbehälter Deiderode.

Quelle: CH

Friedland. Frühestens nach dem 15. Juni könne eine neue Probebohrung erfolgen – aus Naturschutzgründen. Die soll dann 30 Meter tiefer (180 statt 150 Meter) sein, weil Geologen dort ein größeres Wasservorkommen vermuten. Wer die Kosten der neuen Bohrung trägt, darüber streiten sich Wasserverband Leine Süd und Bohrfirma noch. Immerhin kann bis zum Sommer die Untersuchung des Wasservorkommens erledigt sein, so dass klar wird, ob und wie der neue Brunnen künftig mit Wasser aus Friedland verschnitten und enthärtet werden kann.

Danach müsste eine neue Versorgungsleitung von Groß Schneen nach Ballenhausen gebaut werden, durch die das enthärtete Wasser die nördlichen Friedländer Dörfer versorgen soll. Sie wird 3,5 bis vier Kilometer lang sein. 450 000 Euro wurden im Wirtschaftsplan 2015 dafür bereits eingestellt, sagt Verbandsgeschäftsführer Thomas Gotthardt. Es sei aber noch offen, ob wegen der neuen Bohrung tatsächlich schon im Herbst gebaut werden könne.

Unterdessen haben die Bauarbeiten für eine neue Leitung vom Hochbehälter Deiderode nach Mollenfelde begonnen. Eine 16 Zentimeter Durchmesser messende und rund zwei Kilometer lange PE-Leitung wird in Bohrsystem-Technik verlegt. Dadurch soll Mollenfelde künftig das weiche Wasser aus dem nordhessischen Neuenrode erhalten. Auch für diese Leitung waren ursprünglich 450 000 Euro eingeplant. Sie kann aber nun deutlich preiswerter (250 000 Euro) realisiert werden, weil die Arbeiten um ein halbes Jahr verschoben worden waren. Ende des Jahres soll das neue Wasser fließen.

Die dann überflüssige Wasserversorgung durch die Mollenfelder Quelle (auf niedersächsischem Gebiet) und einen Hochbehälter (hessisches Gebiet) wird voraussichtlich Graf Berlepsch zur Versorgung des Schlosses übernehmen. Er müsste diese Wasserversorgung aber privat unterhalten. Vorsorglich  bleibe die Leitung von Mollenfelde zum Schloss aber erhalten, sagt Gotthardt. Notfalls könne das Schloss wieder an den Wasserverband angeschlossen werden. Dann aber zu Konditionen wie alle anderen. Bisher beziehe der Graf Wasser günstiger, weil die ehemalige Gemeinde Mollenfelde und der hessische Grundeigentümer beim Bau des Hochbehälters seinerzeit kooperierten. ck

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