Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Brutaler Kinderschänder schreibt Opfer Brief

Prozess Brutaler Kinderschänder schreibt Opfer Brief

Im Prozess gegen einen Kinderschänder, der fünf Jahre seine zu Beginn sechsjährige Großnichte immer wieder missbraucht und brutal gequält hat, ist die Mutter des Mädchens gehört worden.

Voriger Artikel
Syrer darf zurück nach Deutschland
Nächster Artikel
Ursache für Brand noch unklar
Quelle: dpa

Göttingen. Sie schilderte, wie sie nach einem Film über einen Sexualmord am Frühstückstisch ihre Kinder vor Fremden warnen wollte und ihre elfjährige Tochter antwortete: „Ich muss mit dir reden.“ Dann habe das Kind sich offenbart: „Du musst nicht auf mich aufpassen. Mir ist das alles schon passiert.“

Bis dahin sei sie ahnungslos gewesen, habe sich nur gewundert, warum das Mädchen, das über Jahre viele Wochenenden beim Patenonkel verbrachte, diesen nicht mehr besuchen wollte.

Dabei gab es Anzeichen. Als das Kind Ende 2011 begann, Einladungen abzulehnen, habe der Patenonkel immer wieder angerufen, sie bedrängt, einmal gar einen langen Brief „im Märchenonkelstil“ geschrieben. Das Kind habe die Mutter gebeten, vorzulesen. Das habe sie abgebrochen, weil er „nach einem Liebesbrief geklungen“ habe. Auf die Idee, es könnte mehr dahinterstecken, als das Mädchen mit Hanni-und-Nanni- oder Pferdefilmen zu erfreuen, kam sie nicht.

Dabei hatte der Angeklagte längst Pornofilme mit dem Mädchen gedreht. Heute wird das Urteil erwartet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bilder der Woche vom 14. bis 20. Oktober 2017