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Bühren: 60 Jahre alte Tradition mit Liedern für jeden Dorfbewohner

Gesundheitenspielen mit Korn und Musik Bühren: 60 Jahre alte Tradition mit Liedern für jeden Dorfbewohner

Gibt es im Mühlendorf weniger Kranke als anderswo? Wenn ein Ständchen und ein Schnäpschen heilsame Wirkung haben, dann müsste das so sein.

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Bei den Bührener Gesundheitenspielen gibt es für jeden Hausvorstand ein passendes Ständchen.

Quelle: Heller

Bühren. Denn einmal im Jahr, wenn Kirmes ist, gehen eine Abordnung des ausrichtenden Vereins und eine Kapelle von Haus zu Haus, spendieren den Bewohnern einen Korn oder einen Kräuterlikör und bringen ihnen einen musikalischen Gruß. Gesundheitenspielen heißt diese alte Tradition, die es seit den 1950er-Jahren gibt und der der TSV Guts-Muths Bühren am Sonnabend eine weitere Auflage hinzufügte.

„Ich hab früher so manch flotte Sohle aufs Parkett gelegt, am liebsten zur Herz-Schmerz-Polka – deshalb hat die Kapelle für mich auch genau dieses Stück gespielt“, erzählte Dieter Kamm (73). Auch für andere Bührener  intonierte die fünfköpfige Combo von Jürgen Friedrichs den zu ihnen passenden Song: für eine Dame, die gern ausgiebig feiert, war es „Wenn wir mit dem Arsch an der Theke stehen“, für einen bekennenden Langschläfer dagegen „Du hast die Haare schön“. Und Hilmar Korf, Vorsitzender des Schützenvereins, durfte sich natürlich über die „Schützenliesel“ freuen.

An allen 265 Bührener Haustüren klingelt die Abordnung, „rund 90 Prozent öffnen sich“, sagt Silke Dempewolf vom TSV. Rund sechs Kilometer müssen die Teilnehmer zurücklegen, da ist es gut, dass sie sich zwischendurch mit einer deftigen Schlachteplatte und ein paar Hellen im Gasthaus „Zum Weißen Ross“ stärken können.

„Ich bin seit 60 Jahren bei jedem Gesundheitenspielen dabei“, erzählt Eduard Jaschinski (75) zwischen zwei Mettbrötchen und fügt an: „Es macht unheimlich viel Spaß und stärkt die Dorfgemeinschaft“. Und das gilt auch für die Kirmes, die die Bührener am ganzen Wochenende gefeiert haben.

Von Hauke Rudolph

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