Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Ausbau von Roter Straße und Jüdenstraße geplant

Göttingen Ausbau von Roter Straße und Jüdenstraße geplant

Die Rote Straße und der südliche Abschnitt der Jüdenstraße sollen saniert und ausgebaut werden. Am vergangenen Mittwochabend haben Stadtverwaltung und Planungsbüros vor rund 70 Eigentümern und Anliegern ihre Entwürfe vorgestellt.

Voriger Artikel
VHS: Wedrins Thema im Aufsichtsrat?
Nächster Artikel
Einrichtungen vermitteln sexuelle Werte

Beratungen über Ausbau und Sanierung der Roten Straße und der Jüdenstraße in Göttingen

Quelle: Kalkowski

Göttingen. Aufgeteilt in drei Gruppen wurden die Entwürfe der Planungsbüros von Anliegern debattiert, abgeändert und durch neue Ideen ergänzt. „Es sind auch ein paar überraschende Ergebnisse dabei herausgekommen“, resümierte Maik Lindemann, Fachbereichsleiter der Stadt für Planung, Bauordnung und Vermessung. So sprachen sich die Bürger mit großer Mehrheit unter anderem gegen die Installation von Sitzbänken in der Roten Straße aus, da sie befürchten, dass diese durch Gruppen zum Alkoholverzehr genutzt werden könnten, was wiederum einen entsprechenden Lärmpegel bedeuten könnte.

Bedeutend weniger Einfluss haben die Bürger bei der Kostenverteilung. Die Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen in der Jüdenstraße werden derzeit mit bis zu 370.000 Euro, in der Roten Straße mit 660.000 Euro veranschlagt. Davon entfallen jeweils rund die Hälfte der Kosten auf die Anlieger. Bis zu 175.000 Euro in der Jüdenstraße und 335.000 Euro in der Roten Straße. Jedoch seien die Zahlen „mit Vorsicht zu genießen“, warnte Projektleiterin Martina Welslau. „Es kann sein, dass diese Zahlen auch noch ganz anders aussehen.“ Das hänge unmittelbar mit der Kommunalwahl am Sonntag, 11. September, zusammen. Am Freitag, 4. November, tagt erstmals der neue Rat. Erst im Anschluss fassen die Ratsgremien wieder Beschlüsse. Ein Beschluss noch im November sei aber notwendig, damit die Zeitpläne eingehalten werden können. „Ich rechne damit, dass wir Ende Januar einen Beschluss haben“, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg. Die Maßnahmen würden dadurch „mit Sicherheit deutlich teurer“ werden, sagte Welslau, da die Bauunternehmen zu einem späteren Zeitpunkt bereits andere Aufträge angenommen haben könnten. Dementsprechend weniger Personal stünde dann zur Verfügung.

Unterdessen forderten die Anlieger einen weiteren Bürgerworkshop, um über das weitere Vorgehen und die endgültigen Entwürfe informiert zu werden. Die Vertreter der Piratenpartei plädierten dafür, „dass die Anwohner sich vor der Entscheidung noch einmal fundiert dazu äußern können“.

Laut Zeitplan soll im März kommenden Jahres mit dem achtmonatigem Ausbau der Roten Straße begonnen werden. Besonders straff ist der Zeitplan für die Kreuzung der beiden Straßen. Diese soll aufgrund ihrer Wichtigkeit für das Verkehrsleitsystem innerhalb der sechswöchigen Sommerferien ausgebaut werden. „Das müssen wir schaffen“, sagte Bauingenieur Peter Buhl. Der fast fünfmonatige Ausbau der Jüdenstraße ist für 2018 vorgesehen. yah

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016