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Bürger fordern Tempo 30 auf Herzberger Landstraße in Göttingen

Gefährlicher Abschnitt Bürger fordern Tempo 30 auf Herzberger Landstraße in Göttingen

„Hier geht es zu wie auf der Autobahn!“ Die Anwohner der Herzberger Landstraße sind wütend und haben Angst. Täglich führen dort Autos mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde, erlaubt sind Tempo 50. Jetzt haben die Anwohner Unterschriften gesammelt. Ihre Forderung; Tempo 30 auf der Herzberger Landstraße.

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Besucher der Jugendhilfe Am Rohns müssen einen Teil ihres Wegs auf der Straße zurücklegen, weil es keinen Bürgersteig gibt.

Quelle: Hinzmann

Das Tempo soll nach Willen der Anlieger auf dem Abschnitt zwischen den Rohnsterrassen und der Jugendhilfe Am Rohns gedrosselt werden. Dieser Bereich sei schlecht einsehbar und werde für manche zur kaum überwindbaren Barriere — vor allem für ältere Menschen. „Ich komme mit dem Rollator kaum über die Straße“, berichtet eine Anwohnerin.

 

 
Noch gefährlicher stellt sich die Situation für die Jugendhilfe Am Rohns dar. Die jungen Mütter, die beispielsweise die Mutter-Kind-Gruppen der Einrichtung besuchen, müssen den etwa 600 Meter langen Weg von der Jugendhilfe zur nächsten Bushaltestelle zurücklegen – und zwar direkt auf der Straße. Bürgersteig: Fehlanzeige. Ein benachbarter Waldweg ist bei schlechter Witterung oder Dunkelheit ebenfalls keine Alternative. „Wenn es abends dunkel wird, ist der Waldweg gefährlich. Bei Sturm fallen da große Äste runter, bei Regen kommt man in dem Matsch nicht mit dem Kinderwagen voran“, erzählt Marianne Röhling.

 
Die junge Mutter ist wie viele andere gezwungen, ihren Kinderwagen direkt auf der Straße zu schieben – und nebenher rasen Autos mit nur wenig Abstand vorbei.

 
Die Beschäftigten der Jugendhilfe Am Rohns um Einrichtungsleiterin Regine Schünemann unterstützen die Unterschriftensammlung gerne. „Aber hier müsste noch mehr gemacht werden“, sagt Schünemann. „Wir brauchen hier dringend einen Bürgersteig.“

 
Die Fußwegthematik ist laut Verwaltungssprecher Detlef Johannson bekannt. „Die Herstellung eines solchen Weges von den Rohnsterrassen bis zur Jugendhilfe Am Rohns würde 160 000 Euro kosten.“ Geld, das im Haushalt der Stadt allerdings nicht vorgesehen ist. Für eine Tempobegrenzung lasse die Straßenverkehrsordnung ferner kaum Spielraum, so Johannson. Außerdem sei die Strecke so kurvenreich, dass überhöhte Geschwindigkeiten nahezu ausgeschlossen seien.Das sehen die Betroffenen anders. In Kürze wollen sie die gesammelten Unterschriften bei der Stadtverwaltung abgeben, denn laut Röhling ist eines klar: „Hier muss endlich mal was passieren.“

 

Von Benjamin Köster

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