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Bürgeranhörung in Weende zu Flächennutzungsplan und Siedlungskonzept

Heimatlose Hamster, Folge zwei Bürgeranhörung in Weende zu Flächennutzungsplan und Siedlungskonzept

Die aktuellen Vorstellungen der Stadtverwaltung zur Siedlungsentwicklung in der Nordstadt stoßen bei der Bevölkerung zum Teil auf erheblichen Widerwillen. Das wurde am Donnerstagabend bei einer Anhörung in der Weender Festhalle deutlich.

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Feldhamster

Quelle: dpa (Symbolbild)

Weende. Stein des Anstoßes ist vor allem das Gebiet nördlich des westlichen Teils der Otto-Hahn-Straße in Weende. Das Gelände ist Naherholungs- und vor allem Wasserschutzgebiet. Dass die Verwaltung trotz früherer Bürgerkritik jetzt zum wiederholten Male darüber nachdenkt, das Areal für Wohnungsbebauung zu öffnen, empörte die Zuhörer bei der Vorstellung der städtischen Pläne ganz erheblich.

Für das gesamte Stadtgebiet sei in der nächsten Zeit der Bau von knapp 3900 Wohneinheiten notwendig, trug die Stadtverwaltung vor. Ein erheblicher Teil davon betreffe die Nordstadt, weil dort viele Universitätsinstitute angesiedelt seien und es Ziel der Stadt sei, Wohnungen möglichst arbeitsplatznah zu bauen.

Mit geplanten 360 Wohneinheiten das größte Gebiet davon: die Fläche nördlich der Otto-Hahn-Straße. Stadtplaner Hans-Dieter Ohlow erklärte, angesichts des großen Nachholbedarfs in Sachen Wohnungsbau komme man nicht umhin, „über dieses Gebiet neu nachzudenken“. Die Stadt sei sich allerdings bewusst, dass der Wasserschutzstatus hier ein besonderes Problem darstelle.

Das fanden auch viele Bürger. Alle, die sich zu diesem Thema zu Wort meldeten, sprachen sich vehement gegen eine Statusänderung und damit gegen eine Wohnbebauung dort aus.

Ein weiteres Argument dagegen: der bundesweit bekannte Göttinger Feldhamster. Auf die Fläche nördlich der Otto-Hahn-Straße waren die legendären Tiere umgesiedelt worden, nachdem auf ihrem früheren Lebensraum Ende der 1990er Jahre das Biozentrum der Universität errichtet werden sollte. Sollte an der Otto-Hahn-Straße gebaut werden, müssten sie ein zweites Mal umziehen – ein weiterer Anlass der Zuhörer am Donnerstagabend, die Pläne der Stadt abzulehnen.

Das Siedlungsentwicklungskonzept Göttingen 2025 ist Grundlage der aktuellen erstellung von Flächennutzungs- und Landschaftsnutzungsplänen für das Stadtgebiet. Derzeit stellt die Verwaltung Pläne und Konzept in den einzelnen Stadtteilen im Rahmen einer öffentlichen Beteiligung vor.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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