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Bürgerbeteiligung zum Göttinger Flächennutzungsplan

150 Teilnehmer bei erstem Stadtteilforum Bürgerbeteiligung zum Göttinger Flächennutzungsplan

Mehr als 150 Bürger haben am Montagabend in der Aula des Felix-Klein-Gymnasiums am ersten von acht Stadtteilforen zur geplanten Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes für die Stadt Göttingen teilgenommen.

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Erstes Stadtteilforum: großes Interesse an der Neuaufstellung des Flächenutzungsplanes.

Quelle: mib

Göttingen. Nach kurzer Einführung durch Baudezernent Thomas Dienberg und Mitarbeiter der Bauverwaltung diskutierten die Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen zu den Themen Siedlungsentwicklung, Landschaftsplan und Klimaplan. Größtes Interesse fand das Thema Siedlungsentwicklung. Nach einem Gutachten der Firma Gewos geht die Stadtverwaltung davon aus, dass die Göttinger Bevölkerung bis 2025 um ein Prozent und die Zahl der Haushalte im selben Zeitraum um drei Prozent wächst. Daraus ergibt sich, dass rund 3900 neue Wohneinheiten benötigt werden. Nach einem ersten Siedlungsentwicklungskonzept 2025 der Verwaltung würden dafür rund 98 Hektar Fläche benötigt.

 
„Ist es sinnvoll, immer noch mehr Leute in Göttingen wohnen zu lassen“, fragte ein Teilnehmer angesichts der zu erwartenden Bodenversiegelung. „Warum soll Göttingen auf Neubürger verzichten? Was in Göttingen nicht versiegelt, wird in anderen Gemeinden versiegelt“, konterte ein anderer. Damit umrissen beide die Fragestellungen, auf die die Neuaufstellung des Flächenutzungsplanes eine Antwort finden soll. Eines der größten Neubaugebiete könnte etwa im Süden Geismars entstehen. Auf der von der Verwaltung ins Auge gefassten Potenzialfläche in der südlichen Feldmark könnten auf 13 Hektar rund 280 Wohneinheiten entstehen. Der Flächennutzungsplan würde den Rahmen abstecken. Detailplanungen folgten dann erst viel später mit der Erstellung eines Bebauungsplanes. mib

 
Das Stadtteilforum Nord für die Nordstadt, Weende, Deppolds-hausen, Weststadt, Egelsberg, Hagenberg und Holtenser Berg beginnt am Mittwoch, 17. Juni, um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle Weende, Ernst-Fahlbusch-Straße 20.

 

Flächennutzungsplan
Der Flächennutzungsplan einer Kommune, so wie er jetzt für Göttingen nach 40 Jahren neu aufgestellt werden soll, legt über das Stadtgebiet fest, wie welche Flächen künftig genutzt werden sollen. Er steuert die städtebauliche Entwicklung. In der Regel besitzt er eine Gültigkeit von 20 Jahren. Festgelegt werden etwa, wo Neubaugebiete entstehen können, wo sich Industrie und Gewerbe ansiedeln können oder Entwicklungsflächen für Uni und Forschung entstehen können. Aber auch, welche Flächen für Landschaftsschutz, Landwirtschaft oder Naherholung genutzt werden sollen. Über konkrete Ausgestaltungen trifft er keine Aussagen.
 
Konkrete Bebauungspläne
Anders als der Flächennutzungsplan geht es in Bebauungplänen um die Ausgestaltung eines konkreten Bauvorhabens – etwa um das zulässige Maß der Bebauung (Höhe und Volumen), die Art der Bebauung (etwa Einfamilienhäuser oder Geschosswohnungsbau), die Ausgestaltung der Bebauung, die Nutzung oder auch die Erschließung. Der Bebauungsplan muss aus dem Flächennutzungsplan der Gemeinde entwickelt werden. Wie beim Flächennutzungsplan ist die Öffentlichkeit an dem Aufstellungsverfahren beteiligt.
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