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Bürgerbus zwischen Kauf Park, Knutbühren und Ossenfeld

Ehrenamtliche Fahrer Bürgerbus zwischen Kauf Park, Knutbühren und Ossenfeld

Zwischen dem Groner Kauf Park und Ossenfeld in der Gemeinde Dransfeld könnte bald ein so genannter Bürgerbus verkehren. Er soll das bisherige Angebot eines Linientaxis nach Knutbühren ergänzen und Ossenfeld an das Stadtbusnetz anschließen. Träger des Projektes soll ein neu zu gründender Verein sein.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Knutbühren. In der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen, Hetjershausen und Knutbühren am Donnerstag stellte Gerhard Löcker, Berater für flexible Systeme im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Lehrbeauftragter für den ÖPNV, die Idee des Bürgerbusses vor. "Bürger fahren für Bürger" laute der Ansatz dabei. Ehrenamtliche Fahrer sollen den Fahrdienst auf der Strecke übernehmen. 

Löcker und die Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB) versprechen sich durch das Modell Bürgerbus eine "deutliche Verbesserung der Fahrplanangebote" und gegenüber dem heutigen Angebot einen „Mehrwert“ für die Fahrgäste, auch weil Ossenfeld mit Hilfe des Bürgerbusses an das Göttinger Stadtnetz angeschlossen werden könnte. So könnte durch die verbesserte Infrastruktur der Anreiz geschaffen werden, dass auch ältere Menschen in den Dörfern wohnen bleiben. Zudem, so Löcker, könnten für die Finanzierung der Fahrzeuge Landesmittel ausgeschöpft werden. Ein Fahrzeug, in dem acht Fahrgäste barrierefrei Platz finden, koste 90000 Euro, als Elektrofahrzeug rund 130000 Euro.

Christian Henze (SPD), beratendes Mitglied im Ortsrat, betonte, dass ein echter Mehrwert dann entstehe, wenn durch den Bürgerbus eine halbstündige Anbindung der Dörfer an den Kauf Park gelänge.

Als Route schlug Löcker eine Streckenführung vom Kaufpark über Groß Ellershausen und Hetjershausen nach Knutbühren und Ossenfeld vor. Vormittags und nachmittags wären in der Zeit zwischen 9 und 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr im Stundentakt jeweils zwischen drei und vier Hin- und Rückfahrten denkbar. "Der Bürgerbus ist eine Ergänzung statt billiger Ersatz für das Linientaxi", sagte Löcker.

Um den Betrieb zu gewährleisten müssten sich zwölf bis 15 freiwillige Fahrer finden, die ehrenamtlich drei bis vier Stunden pro Woche auf der Strecke verkehren. Für den Verein würden sieben Gründungsmitglieder benötigt. Beteiligt an dem Projekt wären neben dem Verein und Löcker als Berater, die GöVB, die Stadt und der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen.

Löcker betonte, dass seine Ausführungen lediglich Vorschläge sind. Details könnten dann ausgearbeitet werden, wenn sich der Verein gegründet hat. In Ossenfeld wird es nach Löckers Auskunft am Mittwoch, 21. Oktober, eine Bürgerversammlung zum Thema Bürgerbus geben. Auch in Groß Ellershausen soll es im Oktober eine Versammlung zu dem Thema geben.

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