Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Bürgermeister Wolfgang Wucherpfennig verabschiedet sich

Generationswechsel ist fällig Bürgermeister Wolfgang Wucherpfennig verabschiedet sich

50-jährige Berufstätigkeit, davon 13 Jahre im hauptamtlichen Dienst für eine Samtgemeinde: Wolfgang Wucherpfennig, bis November sozialdemokratischer Bürgermeister von Radolfshausen, scheint sich auf den Ruhestand zu freuen. Schließlich, sagt der 65-Jährige, habe er während seiner Amtszeit vieles von dem erreicht, was er bei Antritt schaffen wollte. Jetzt, sagt er, sei ein Generationswechsel fällig.

Voriger Artikel
Das neue Göttinger Busliniennetz: Was Passagiere jetzt wissen müssen
Nächster Artikel
Hells Angels MC Chapter Göttingen verboten und aufgelöst

Freut sich auf den Ruhestand: Wolfgang Wucherpfennig, seit 13 Jahren Bürgermeister in Radolfshausen.

Quelle: Heller

Ebergötzen. Als Wucherpfennig, von 1978 an Mitglied der SPD, im Jahr 2001 sein Büro im Samtgemeinde-Rathaus in Ebergötzen bezog, hatte er bereits 27 Jahre lang in der Universitätsverwaltung  gearbeitet und blickte auf 20-jährige Erfahrung in der Kommunalpolitik zurück.

Der Seulinger erinnert sich an die Anfangsjahre der politischen Arbeit im Eichsfeld: „Dort hatte man es als Sozialdemokrat nicht leicht.“ 1981 wurde er in die Räte seiner Heimatgemeinde und der Samtgemeinde gewählt.

Vor allem Wucherpfennigs  berufliche Vergangenheit als Leiter der Universitäts-Haushaltsabteilung half ihm bei Antritt seines Amtes als hauptamtlicher Bürgermeister: „Ich kannte Verwaltungen und auch das Finanzwesen.“ Das habe ihm und seinem Team im Rathaus am Vöhreweg in den Folgejahren erleichtert, eines der vordringlichsten Ziele umzusetzen. „In 13 Jahren haben wir die Schulden von drei Millionen auf 890 000 Euro reduziert“, betont er mit einem Anflug von Stolz.

„Vieles ist gelungen“

Ohne dabei die Fortentwicklung der Samtgemeinde auszubremsen: „Trotzdem haben wir rund 6,5 Millionen Euro investiert – in Schulen und Feuerwehren etwa und nicht in Prestigeobjekte“. Während des vergangenen Jahrzehnts sei „dank der Mitarbeiter im Rathaus“ auch gelungen, die Verwaltung zu einem kundenorientierten Dienstleistungsunternehmen auszubauen. Als erste Gemeinde habe Radolfshausen zudem begonnen, Ganztagsschulen einzurichten.

„Vieles ist gelungen“, sagt Wucherpfennig. Und manches auch nicht. Dazu zählt der Kampf gegen die demografische Entwicklung, was jetzt wahrscheinlich zum Verlust des Schulstandortes Seeburg führen werde. „Die Entscheidung, dass wir dort nicht mehr einschulen, ist mir sehr schwer gefallen.“ Immerhin sei der Samtgemeinde gelungen, sich gegen das Land und die Ausweisung von Schuleinzugsbereichen zu stemmen.

Aus der Verantwortung im Radolfshäuser Rathaus zieht sich Wucherpfennig zurück. Aus seinen Ehrenämtern nicht: „Beim Abwasserverband und im Brotmuseum will ich weiter machen“, kündigt er an. Und freut sich, jetzt mehr Zeit für sportliche Aktivitäten und Reisen zu haben – und für die beiden Enkeltöchter Lisa und Marie.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016