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Bürgertreff in Geismar: Infos über Flüchtlinge, Golfplatz und Bauen

Ortsrat Bürgertreff in Geismar: Infos über Flüchtlinge, Golfplatz und Bauen

Auf ein von großen Themen bestimmtes Jahr hat Ortsbürgermeister Thomas Harms (Bündnis 90/Die Grünen) während eines Bürgertreffs des Ortsrates am Sonntag zurückgeblickt: ein Golfplatz, die Flüchtlingsunterkunft auf den Zietenterrassen und der Flächennutzungsplan beschäftigten den Ortsteil Geismar wie die ganze Stadt Göttingen.

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Plauderten auf dem Hof beim Bürgertreff: Ortsbürgermeister Harms und Oberbürgermeister Köhler (5. und 6. v. l).

Quelle: Heller

Geismar. Harms sprach sich für „ein neues Bauen in verdichteter Art und Weise“ aus, „die Flächen in der Stadt sind begrenzt“. Er wandte sich gegen die im Entwurf für die Änderung des Flächennutzungsplans vorgesehene Planung eines Golfplatzes bei Geismar. „Ein privater Investor würde sich einen exklusiven Sport auch exklusiv entlohnen lassen“, so Harms. Der Ortsrat habe sich mehrheitlich gegen den Golfplatz entschieden.

 
Zur Flüchtlingsunterkunft auf den Zietenterrassen freute sich der Ortsbürgermeister, dass deren Bau für den Ortsrat nicht in Frage stand, „nur über das wie haben wir diskutiert.“ Er lobte die ehrenamtlichen Aktivitäten auf den Zietenterrassen. Die Entscheidung der Stadt, die gemeinnützige Gesellschaft Bonveno (Esperanto: Willkommen) als Betreiber einzusetzen, sei begrüßenswert. Der Zusammenschluss von AWO, Caritas, Diakonie, DRK und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband wolle kein Geld mit der Betreuung von Flüchtlingen verdienen.

 
Auf den Golfplatz ging auch Ortsbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) in seinem Grußwort ein. Er wies darauf hin, dass die Planung auf einstimmigen Ratsbeschlüssen basiere – und nicht etwa eine Initiative der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH gewesen sei. Köhler verband seine Ansprache in Geismar mit einem Plädoyer für den Fortbestand der Ortsräte als Vertretung „gewachsener Ortsteile“. Bezüglich verdichteter Wohnbebauung kündigte der Oberbürgermeister an, angesichts des Wohnungsmangels sei künftig vielleicht sogar erforderlich, „vier- bis fünfgeschossig zu bauen, wo bisher nur Dreigeschosser stehen“. Die Flüchtlingsunterbringung wird aus Köhlers Sicht zunehmend problematisch. Bis Januar 2016 kämen voraussichtlich 750 weitere Menschen nach Göttingen. Die Stadt suche dringend Quartiere. „Wir wollen keine Zelte aufbauen“. Bezüglich geeigneter Gebäude werde nicht nur mit privaten Eigentümern, sondern auch mit „privatisierten Fonds“ verhandelt, die sich sträubten. Im Notfall, so der Oberbürgermeister, sei eine Belegung nach dem Gesetz für Sicherheit und Ordnung nicht auszuschließen: „Ich habe das erste Mal Angst vor dem Winter.“

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