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Bund bewilligt fünf Millionen Euro für das neue Forum Wissen in Göttingen

Förderung durch das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ Bund bewilligt fünf Millionen Euro für das neue Forum Wissen in Göttingen

Das geplante Forum Wissen erhält fünf Millionen Euro aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit. Das teilten die beiden Göttingen Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU) in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

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Das geplante Forum Wissen erhält fünf Millionen Euro aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Der Göttinger Antrag hat die Jury überzeugt. Mit dem Forum Wissen entsteht ein Ort, der die Wissenschaft sichtbar und erlebbar macht“, sagten beide. Das Bundesprogramm fördere Projekte mit besonderer nationaler Wahrnehmung und hoher fachlicher Qualität.

 

Auch der grüne Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin meinte, dass das "besondere Projekt" zur weiteren Profilierung Göttingens als Wissensstadt beitragen werden. Für Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel stellt die Förderung "einen wichtigen Baustein für den weiteren Aufbau des Forum Wissens dar".

 

"Das Forum ist ein Projekt, dass die Attraktivität Göttingens maßgeblich fördern kann", sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD). Dadurch werde auch der Bereich um das Groner Tor städtebaulich aufgewertet. Die Verwaltung habe aber stets klargestellt: Finanzielle Verpflichtungen gehe die Stadt nicht ein. "Es bleibt dabei: Der als Eigenmittel der Kommune ausgewiesene Finanzierungsanteil wird über Spenden und Sponsoring komplett von der Universität getragen", erklärte Köhler. 

 

Oppermann drängt nun, dass bis zum Jahresende eine Gesamtfinanzierungsplan steht. Fehlende Mittel für das "Leuchtturmprojekt" müssten bis dahin eingeworben sein.

 

Derzeit erstellt die Uni einen Businessplan für das Projekt. "Gegenwärtig führt die Universität erfolgreich Gespräche über weitere finanzielle Unterstützung mit Kooperationspartnern in Politik und Wirtschaft; zudem steht sie im intensiven Austausch mit wissenschaftsfördernden Institutionen auf Landes- und Bundesebene", erklärte Beisiegel. Ob auch der Landkreis sich finanziell beteiligen wird, steht noch nicht fest. Ende August will Beisiegel Landrat Reuter das Projekt vorstellen. Der Landkreis sei völlig "offen", sagte Kreissprecher Ulrich Lottmann. Eine finanzielle Beteiligung hänge aber davon ab, ob es "Ausstrahlung über die Stadt hinaus hat".

 

"Flankiert wird die finanzielle Unterstützung des Projektes durch aktives Fundraising. Die Universität Göttingen investiert darüber hinaus in die grundständige Sanierung des Hauses", sagte Beisiegel.

 

Offen lässt die Uni-Spitze, wie hoch die Gesamtkosten für das Forum sind. Ursprüngliche Planungen gingen von 16 Millionen Euro aus. Der Anteil der Uni daran belief sich auf 2,5 Millionen Euro. Insider gehen davon aus, dass dieser Anteil auf fünf Millionen verdoppelt werden muss. Auch die Gesamtkosten sind danach weitaus höher.

 

Das Forum Wissen, das zuvor unter dem Namen Haus des Wissens entwickelt und diskutiert wurde, soll im ehemaligen naturkundlichen Museum, der heutigen Zoologie der Universität, am Groner Tor entstehen. "Die gut 50 über die Stadt verteilten wertvollen akademischen Sammlungen der Georg-August-Universität werden mit dem Forum Wissen um einen zentralen Standort für die Öffentlichkeit ergänzt", erläutern Oppermann und Güntzler das Kooperationsprojekt von Uni und Stadt. Einblicke in die Wissenschaft sollten dort anschaulich vermittelt. Durch die Präsentation ausgewählter Objekte aus den Sammlungen würden fachübergreifend Fragen der Wissenschaft beleuchtet.

 

Da die einzelnen Uni-Sammlungen an ihren jeweiligen, teils historischen, Standorten blieben, sei an diesen der "tiefere Einblick" in einzelne Fachgebiete möglich. So entstehe in Göttingen ein Ausstellungsnetz bestehend aus einem Haupthaus, dem Forum Wissen, und mehreren thematisch ausgelagerten Standorten. 

So solle eine Basisausstellung soll das Kernstück des Hauses bilden. Sie befasse sich mit dem „Wissen-Schaffen“ und nimmt besondere Bezüge auf die Entwicklung der Wissenschaft am Beispiel Göttingens. Sie werde "durch modern inszenierte Sonderausstellungen zu aktuellen Fragestellungen flankiert".

Nach Beisiegels Angaben soll 2016 mit der Sanierung des Hauses begonnen werden. Der Umbau zum Museum werde "voraussichtlich in einem mehrstufigen Verfahren" erfolgen.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Göttingen bereits 4,5 Millionen Euro aus Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ als Förderung für das geplante Kunstquartier in der Düsteren Straße bekommen. Dass nach Göttingen zum zweiten Mal "in erheblichem Umfang Mittel" aus diesem Fördertopf „Nationale Projekte des Städtebaus“ fließen, sei höchst erfreulich, sagte Köhler.

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