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Bundesbankfiliale Göttingen: Falschgeld seit 2013 mehr als verdoppelt

Blüten für 2630 Euro Bundesbankfiliale Göttingen: Falschgeld seit 2013 mehr als verdoppelt

"Fälscher drucken mehr Blüten", vermeldete das Landeskriminalamt Niedersachsen. In Göttingen ist dieser Trend augenfällig: Binnen zwei Jahren hat sich die Zahl der im Zahlungsverkehr angehaltenen Geldnoten mehr als verdoppelt. Der Schaden stieg zwischen 2013 und 2015 von 1335 auf 2630 Euro.

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Quelle: Hinzmann (Symbolbild)

Göttingen. Das zeigen die Anhalte-Zahlen der Bundesbankfiliale Göttingen in der Danziger Straße. Diese ist allerdings nicht nur für Südniedersachsen zuständig, sondern auch für Teile Nordhessens und Ostthüringens. "Angehalten", im Jargon der Währungshüter also aus dem Geldverkehr herausgezogen, werden jene Banknoten, die in Geschäften und Bankfilialen als Falschgeld identifiziert oder erstbei der Überprüfung durch die Bundesbank als Falsifikate entlarvt werden. Das waren im jetzt ablaufenden Jahr 84 Geldscheine mit einem Wert von 2630 Euro. Im Jahr davor wurden 59 Blüten (Wert: 1790 Euro) und 2013 sogar nur 38 falsche Scheine (1335 Euro) entdeckt. Das geht aus den Zahlen von Klaus Pauly hervor, dem Leiter der Göttinger Filiale, der 2015 sein neues Amt antrat und der dem Tageblatt die Anhalte-Fälle bestätigt.

Bei der Aufteilung unter den verschiedenen Notenwerten bestätigt die Bundesbank das, was schon das LKA sagte: Am häufigsten wird der 20-Euro-Schein gefälscht, in Göttingen 2015 genau 51 Mal. Das ist fast eine Verdreifachung seit 2013 (19 Fälle). Betroffen waren übrigens ausschließlich die alten Zwanziger.

Ebenfalls oft gefälscht werden 50-Euro-Scheine: 25 Mal im Jahr 2015. Im Jahr davor waren es nur zwölf, 2013 gar nur zehn Fälle.

Die Zahl falscher Hunderter ging von vier auf nur noch drei zurück, die falscher Zweihunderter sank von vier auf zwei. Fünfhunderter wurden gar nicht gefälscht - bei ihnen wird offenbar zu genau hingeschaut. Bemerkenswert, weil die drohende hohe Strafe für Falschmünzerei in keinem Verhältnis zum Gewinn steht, sind Fälschungen kleiner Banknotenwerte. Ein Zehner und sogar zwei Fünfer stellten sich bei der Bundesbank Göttingen im Jahr 2015 als Blüten heraus. In allen drei Fällen übrigens Scheine der neuen, angeblich noch fälschungssicheren Banknoten-Generation.

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