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Bundespräsident übernimmt Patenschaft

Kindersegen Bundespräsident übernimmt Patenschaft

Sieben Kinder hat das Ehepaar Cora und Michael Otto, das seit Juli in Ellershausen wohnt: Felix (12), Marie (9), Sarah (6), Lukas (5), Jonatan (3), Benedikt (1) und die neugeborene Anjali. Für letztere übernimmt Bundespräsident Horst Köhler (CDU) die Patenschaft. 

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Reicher Kindersegen: Eltern Cora und Michael Otto mit Anjali, Jonatan, Lukas, Sarah, Marie, Felix und Benedikt (von links).

Quelle: Swen Pförtner

Ellershausen. „Mein Patenonkel ist Bundespräsident!“ Cora Otto freut sich schon auf den Tag, wenn ihre Tochter diesen Satz das erste Mal sagen wird. Heute um 10.30 Uhr überreichen Vertreter der Samtgemeinde der Mutter die Patenschaftsurkunde, die mit einem Geldgeschenk verbunden ist. Die 29-Jährige, die wie die Kanzlerin aus Mecklenburg-Vorpommern stammt, ist stolz auf diese Auszeichnung. Ihre Familie werde nicht überall akzeptiert, bedauert sie. 

„Schlimm war es im Schwarzwald“, erinnert sich Otto an die Jahre 2001 bis 2008. „Unsere Wohnung war gerade mal 80 Quadratmeter groß“, berichtet sie. Vermieter größerer Wohnungen hätten abgewunken, sobald die Zahl der Kinder gefallen sei. Übers Internet hätten sie dann das Fachwerkhaus in Ellerhausen gefunden, wo ihnen nun 195 Quadratmeter zur Verfügung stehen. 

Otto hat fünf Geschwister. Sie selbst wollte eigentlich nur einen Jungen und ein Mädchen. Doch es kam anders. Mit ihrem Mann, einem gebürtigen Westfalen, ist sie seit elf Jahren zusammen. Vor zehn Jahren heirateten sie. Michael Otto ist heute 50 Jahre alt. „Er sieht aber wie Mitte 30 aus“, betont seine Ehefrau. 

Michael Otto hat im März in Husum Arbeit gefunden. Die Woche über muss seine Frau nun alleine klar kommen. „Meine Nacht ist um 5.30 Uhr zuende“, berichtet sie. Sohn Felix, der in Hann. Münden zur Schule geht, steht als erstes Kind auf. Dann sind Marie und Sarah an der Reihe, die die Grundschule in Dransfeld besuchen. Dann geht es mit den vier Kleinen weiter. Den Vormittag nutzt Otto zum Putzen. Ab 13.30 Uhr kommen die Schulkinder nach Hause. Alle drei sind in der Feuerwehr aktiv. Für Felix sucht die Mutter einen Fußballverein. Die Familie hat neun Katzen und zwei Mäuse. „So lernen die Kinder früh, Verantwortung zu übernehmen“, erläutert Otto. Die Kinder können außerdem im großen Garten und auf dem nahen Spielplatz toben. 

Um 17.30 Uhr gibt es Abendbrot, das sich bis 19.30 Uhr hinzieht. „Wir sprechen viel“, erklärt die Mutter. Um 20 Uhr müssen alle ins Bett. Sie selbst kümmert sich dann noch um die Wäsche, jeden Tag vier Maschinen. Der Ehemann übernimmt am Wochenende die Einkäufe. „Ich habe kein Auto“, erklärt Otto. 200 Euro pro Woche stehen ihr für Lebensmittel zur Verfügung. Für Extrawünsche ist da nicht viel Platz.  Michael Caspar

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