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Burgenforscher in der Göttinger Kinderuni

Thomas Moritz spricht über die Plesse Burgenforscher in der Göttinger Kinderuni

Die Kinderuni reist ins Mittelalter: Rund 200 junge Studenten haben am Mittwochabend den Vortrag „Auf den Spuren der Ritter und Burgfräulein. Die Burg Plesse und ihre Geheimnisse“ des Burgenforschers Thomas Moritz verfolgt. Das Interesse war riesig, so dass sich Moritz, der schon seit 1982 über die Burg Plesse forscht, vor Fragen kaum retten konnte.

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Thomas Moritz (l.) und sein Sohn Till (r.) erklären mit Modellen, wie die Burgbewohner lebten.

Quelle: adb

Göttingen. Besonders interessierte die jungen Studenten, wie ihre Altersgenossen im Mittelalter auf einer Burg gelebt haben. Ein erstauntes Raunen ging durch den Hörsaal, als Moritz verkündete, dass Jungen damals schon mit sieben Jahren anfangen mussten, einen Beruf zu erlernen. Und die Mädchen, die in dem Alter meist schon einem Ehemann versprochen waren, mussten lernen, wie man einen Haushalt führt.

 
Moritz präsentierte echte Ausgrabungsstücke wie Krüge, Kinderspielzeug oder Beile.  Anhand dieser Fundstücke habe er herausgefunden, dass die Plesse vermutlich schon viel älter sei, als die vermuteten 1000 Jahre. Manche Kinder trauten sich sogar, den echten Knochen eines Braunbären oder den etwa 800 Jahre alten menschlichen Schädel anzufassen. „Die Kinder waren größtenteils gut vorbereitet, manche waren sogar richtige Spezialisten“, sagte Moritz. Bei dem Vortrag wurde er von seinem Sohn Till unterstützt. Der Achtjährige tritt jetzt schon in Papas Fußstapfen und hat ihm oft bei Ausgrabungen geholfen. Das Spannendste sei dabei der Fund einer großen Ofenkachel gewesen, verkündete er stolz.

 
Doch nicht nur bei ihm, auch bei den Zuhörern entfachte das Thema Begeisterung. Die zehnjährige Minoo fand den Vortrag spannend, weil sie viel über die Menschen von damals und ihr Leben erfahren habe. Ihre Freundin Hannah (10) interessierte sich am meisten für die echten Knochen und war erstaunt, dass gar nicht so viele Menschen, nämlich nur etwa 65, auf einer Burg gelebt haben. Auch Rhoda (11), die schon häufiger in der Kinderuni war, fand die Funde des Burgenforschers am besten. adb

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