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Busengrapscher: 26-Jähriger muss 16 Monate ins Gefängnis

Göttingen Busengrapscher: 26-Jähriger muss 16 Monate ins Gefängnis

Für ein Jahr und vier Monate muss ein 26 Jahre alter Northeimer ins Gefängnis. Der mehrfach einschlägig vorbestrafte Mann hatte am 9. November 2014 in der Northeimer Innenstadt am Heimatmuseum eine 14-Jährige festgehalten und an den Busen gefasst. Das Landgericht beurteilt ihn als voll schuldfähig.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Northeim. Damit wird der Angeklagte von der Jugendschutzkammer lediglich für die sexuelle Nötigung einer Jugendlichen verurteilt. Den zweiten Anklagevorwurf, eine Frau in einer Umkleidekabine des Northeimer Hallenbades heimlich mit dem Handy fotografiert zu haben, stellte das Gericht ein. Hier wäre der Nachweis extrem schwer zu führen gewesen. Die Strafe falle außerdem nicht so sehr ins Gewicht. Denn das gewaltsame Festhalten der 14-Jährigen sowie der sexuell motivierte Griff an die Brust werde bereits mit einer Mindeststrafe von einem Jahr geahndet. Einen minderschweren Fall sieht das Gericht in der Handlung nicht, zumal der Mann vielfach wegen ähnlicher Taten vorbestraft ist (zehn Vorstrafen) und die letzten zehn Jahre überwiegend im Gefängnis verbracht hat. Auch diesmal gab es keine Bewährung, weil eine positive Sozialprognose fehlt. Das Gericht geht davon aus, dass der aus extrem schwierigen Verhältnissen stammende Mann immer wieder rückfällig werden könnte.

 
Krankhaft, so ein psychiatrischer Sachverständiger, ist sein Verhalten aber nicht. Es erfülle weder die Kriterien einer Persönlichkeitsstörung noch einer anderen seelischen Abartigkeit. Deshalb sei die Steuerungsfähigkeit bei der Tat nicht eingeschränkt gewesen. Der Angeklagte sei jedoch eine dissoziale Persönlichkeit mit pädophiler Vorliebe, der zu Exhibitionismus und Voyeurismus neige. Richter Michael Kalde ermahnte ihn: „Wenn Sie sich jetzt nicht therapeutisch helfen lassen, endet das in der Psychiatrie oder der Sicherungsverwahrung.“

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