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Busfahren in Göttingen bald teurer

Diskussion im Rat Busfahren in Göttingen bald teurer

Busfahren in Göttingen soll am Mai teurer werden. Nach sehr kontroverser Diskussion hat der Rat der Stadt am Freitag mehrheitlich einer Preissteigerung für Fahrscheine um 4,5 Prozent zugestimmt. Sie muss noch von der Landesnahverkehrsgesellschaft genehmigt werden.

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Politik streitet um höhere Buspreise - und ist mehrheitlich dafür.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Als Gründe für eine Fahrpreiserhöhung hatten die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) vor allem zwei Punkte genannt: steigende Personalkosten durch geänderte Tarifbedingungen und zusätzlichen Ausgaben für Gutachten, Planung und Schulung des Werkstattpersonals für künftige Elektro-Busse im Stadtbetrieb. Und ohne zusätzliche Einnahmen würde der Verlustausgleich aus der Stadtkasse die geplante Marke von acht Millionen Euro im nächsten Jahr überschreiten.

Es müsse andere Wege geben, Geld zu sparen und Mehrkosten aufzufangen, protestierte im Rat Ludwig Theuvsen für die CDU. Ein Fahrpreiserhöhung sei mit Blick auf Preiserhöhungen auch in anderen Bereichen sozialpolitisch falsch und führe verkehrspolitisch in eine Sackgasse. Und das für „nur 320000 Euro Mehreinnahmen im nächsten Jahr“, ergänzte Edgar Schu von den Göttinger Linken.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) verteidigte die Preisanpassung als Folge einer verantwortungsvollen Güterabwägung und warf der CDU Legendenbildung vor. Die Göttinger Fahrpreise seien im Vergleich zu anderen Städten nicht hoch. Ohne die Erhöhung müsse im Stadtetat an anderer Stelle gekürzt werden – zu Lasten vieler Projekte und Bürger. Die CDU müsse erklären, wo sie kürzen will, wenn sie jetzt gegen teurere Buspreise und parallel für die Abschaffung von Kitabeiträgen ist, forderte Klaus-Peter Herrmann (SPD) und fügte an: „Es geht um nur zehn Cent je Fahrschein.“ Ähnlich argumentierte Rolf Becker (Grüne). Auch Felicitas Oldenburg (FDP) sieht die „moderate Erhöhung“ gut begründet.

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