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Butterproduktion für Handwerkermarkt zum Gladebecker Dorfjubiläum

Blumenbutter zum Fest Butterproduktion für Handwerkermarkt zum Gladebecker Dorfjubiläum

1000 Jahre Gladebeck werden in diesem Jahr gefeiert. Beim historischen Handwerkermarkt am ersten Wochenende im Juli soll die Vergangenheit lebendig werden. So wollen Edith und Wilfried Becker zeigen, wie die Menschen früher ihre Butter selbst machten. Die erste Probe dazu haben sie schon hinter sich.

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Quelle: ef

Gladebeck. Als Kind hat Wilfried Becker es noch erlebt. Drei Ziegen hatte die Familie im Stall. Morgens und abends wurden sie gemolken. Die Milch wurde durch ein Tuch gefiltert und im kühlen Keller gesammelt. War eine Kanne voll, kam die Handzentrifuge zum Einsatz. Die nutzen Edith und Wilfried Becker noch heute.

Fünf Liter Milch reichen für ein Stück Butter, das haben die beiden ausprobiert. Damit der Rahm sich gut von der Molke trennt, muss sie auf Handtemperatur angewärmt werden. Wilfried Becker dreht die Kurbel. Erst fließt die dünne Molke aus einem Abgang, dann tropft der dicke Rahm aus dem zweiten. Mehrfach muss seine Frau den großen Krug mit Molke leeren. Nach etwa zehn Minuten ist die Milch verbraucht. Nun muss  die „Sahne“ kaltgestellt werden.

Das Butterglas steht schon bereit. Den gut gekühlten Rahm füllt Edith Becker ein, um ihn im Glas zu rühren, bis er fest wird. „Man sieht es richtig“, meint sie und gießt immer wieder Butterwasser ab. Etwa 20 Minuten ist sie in Bewegung. Die Schwiegermutter habe sich eine Küchenmaschine dafür geleistet.

Edith Becker schafft es ohne Motor. Die Butter drückt sie in die Butterform und stellt sie eine Zeit lang in den Kühlschrank.  Ein schön verziertes Blumen-Butterstück stürzt sie schließlich auf einen Teller. Bis zum historischen Handwerkermarkt will das Paar noch Erfahrungen sammeln, damit auch dann solch ein Schmuckstück gelingt.

Doch zuvor möchte der Arbeitskreis zum Festjahr am Pfingstmontag, 25. Mai, an die Tradition des Pfingstreitens erinnern. Das Programm mit Planwagenfahrten und Führungen zu historischen Stationen im Dorf beginnt um 11 Uhr mit der offiziellen Übergabe des neuen Thies mit Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos).

Von Ute Lawrenz

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