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24 neue Polizisten für Göttingen

Sorge um Handlungsfähigkeit der Polizei 24 neue Polizisten für Göttingen

Die CDU/FDP-Gruppe im Rat sorgt sich um die „Verfügbarkeit von Polizeikräften“ in Göttingen. Mit einem Antrag zur Ratssitzung am Freitag, 19. August, soll die Landesregierung aufgefordert werden, „den niedersächsischen Polizeikräften keine weiteren bürokratischen Hemmschuhe anzulegen“.

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Polizeieinsatz in Göttingen am vergangenen Wochenende.

Quelle: Hinzmann/Archiv

Göttingen. Stattdessen, so der Vorschlag der Gruppe, soll durch „deutliche Personalaufstockungen“ dafür gesorgt werden, dass Bürgern, die über den Notruf Hilfe der Polizei anfordern, rund um die Uhr „umgehend“ geholfen wird. Die Gruppe begründet das damit, dass es „vor allem in den Abendstunden“ der Göttinger Einsatzzentrale der Polizei „des Öfteren“ schwer zu fallen scheine, „allen eingehenden Hilfeersuchen innerhalb weniger Minuten zu entsprechen“.

„Anrufe aus Angst vor handfesten Bedrohungen“

Es gehe dabei nicht um die Aufnahme von Unfall-Blechschäden, sondern um konkrete Anrufe von Bürgern „aus Angst vor handfesten Bedrohungen“. Gerade in den „aktuell unruhigen Zeiten“ sei es von höchster Bedeutung, „dass sich die Bürger auf die schnelle und umfassende Gefahrenabwehr durch die Polizeikräfte verlassen können“, meint der Vorsitzende der Gruppe, Hans-Georg Scherer.

Die Polizeidirektion weist die Einschätzung der CDU/FDP-Gruppe zurück. So lägen bei der Polizei „keinerlei Erkenntnisse vor, in denen ein zeitlich verzögertes Einschreiten bei Rohheitsdelikten beklagt“ werde, sagte Direktionssprecherin Julia Huhnold. Eingehende Notrufe würden nach Einsatzanlass gewichtet und dementsprechend abgearbeitet.

Die von der CDU und FDP genannten „handfesten Bedrohungen“ ordnet die Polizei den Rohheitsdelikten zu - etwa Körperverletzung, Nötigung oder Bedrohung. Rohheitsdelikte hätten „höchste Priorität“ und würden umgehend bearbeitet. Andere Einsätze würden dann zurückgestellt oder auch abgebrochen.

Elf Polizisten mehr im Vergleich zu 2015

Bei mehreren Einsätzen höchster Dringlichkeit werde die Polizeiinspektion Göttingen durch Polizeikräfte an den Dienststellen unterstützt. Auch Kräfte anderer Bundesländer und die Bereitschaftspolizei stünden zur Verfügung. Nach Angaben der Polizei ist die Zahl der Rohheitsdelikte 2016 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.

„Flächenpräsenz“ und „Interventionsfähigkeit“ stehen im Mittelpunkt der Polizeiarbeit. „Wir konzentrieren uns mit den bevorstehenden Veränderungen in Göttingen, wie der Auflösung des Verkehrsunfalldienstes, der Reduzierung der Kontaktbereichsdienste oder der Innenstadtwache auf eine Stärkung der Einsatz- und Ermittlungsbereiche auf die Kernaufgaben der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung“, sagte der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig. Dadurch gehe dem Standort Göttingen kein Personal verloren. Vielmehr erhalte die Polizeiinspektion Göttingen ab Oktober 24 Kollegen aus der Polizeiakademie und der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen. Das sei ein Plus von elf im Verhältnis zu 2015, so Lührig. Die Bevölkerung könne sich auf die Polizei verlassen. „Wir reagieren zeitnah, professionell und jederzeit bürgerorientiert“, sagte Lührig.

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