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CO2-Ausstoß in Göttingen sinkt um 25 Prozent

Bericht über Zwischenbilanz CO2-Ausstoß in Göttingen sinkt um 25 Prozent

Kürzere Wegstrecken, weniger zurückgelegte tägliche Fahrstrecken, mehr Radfahrten und Fußwege und 25 Prozent geringerer Kohlendioxid-Ausstoß: Das sind einige Ergebnisse aus der Zehnjahresbilanz des sogenannten städtischen Verkehrsentwicklungsplans, mit dem sich die Stadt im Jahr 2000 umweltrelevante Ziele gesetzt hat. Das Programm läuft bis 2020 und soll jetzt überarbeitet werden, berichtete Sören Koss vom städtischen Fachbereich Stadt- und Verkehrsplanung dem Bau- und Planungsausschuss während dessen jüngster Sitzung.

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Mobilität in Göttingen: Der Verkehrsentwicklungsplan nennt Ziele für Fahrten und Wege innerhalb der Stadt.

Quelle: Hinzmann

Mit Zahlen aus den Jahren 1999, 2003, 2008/09 belegte Koss, Leiter der Verkehrsplanung, dass in Teilbereichen gute, in anderen nur geringe Verbesserungen erreicht worden seien. Befragt wurden allerdings nur Verkehrsteilnehmer des sogenannten Binnenverkehrs. Erhebungen unter den rund 33 000 Pendlern gebe es bislang nicht.

So wurden 1999 noch 41 Prozent aller Wege motorisiert zurückgelegt. 2009 waren es nur noch 34 Prozent. Zu Fuß und mit dem Fahrrad waren im Jahr 1999 23 und 24 Prozent der Verkehrsteilnehmer unterwegs, 2009 waren es 25 und 27 Prozent. Nur von 12 auf 13 Prozent kletterte der Anteil der Fahrten im Öffentlichen Personennahverkehr. Die Zahl der zurückgelegten Wege ging von 4,1 pro Tag (1999) auf 3,7 (2009) zurück. Der Kraftfahrzeugbestand in Göttingen, so Koss, sei bei geringen Schwankungen seit Jahren weitgehend konstant. In der Zukunft müsse man sicher über weitere Maßnahmen, eine Stärkung des ÖPNV etwa durch Fortsetzung der Schnellbuslinie oder die Umsetzung des geplanten Radschnellweges nachdenken.

Eine Diskussion entspann sich im Fachausschuss um die Anmerkung des Vorsitzenden Ulrich Holefleisch (Bündnis 90/Die Grünen), die Stadt müsse den Mut haben, „im Nah-Nah-Verkehr den Autoverkehr in der Innenstadt weiter zurückzudrängen. Es ist doch nicht einzusehen, dass jemand aus Geismar in die Innenstadt fährt, um Champagner zu kaufen.“ Holger Welskop (CDU) verwahrte sich gegen „schizophrene Beispiele“. Restriktionen seien abzulehnen. „Die Innenstadt lebt ja auch davon, dass sie Angebote macht, die es in der breiten Fläche nicht gibt.“ Er stimmte jedoch zu, dass der ÖPNV zu fördern sei.

„Die Frage ist, wie wir es schaffen mehr Pendler in die Verkehrsmittel des Umweltverbundes (ÖPNV, Rad, Fuß) zu bekommen“, sagt auch Andreas Klatt (SPD). Deshalb dürfe man auch an den Stadtgrenzen nicht haltmachen, fügte der städtische Baudezernent Thomas Dienberg hinzu. Gespräche mit Verantwortlichen in den Landkreisen Göttingen und Northeim seien beabsichtigt.

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