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Caritas baut Göttinger Zentrum aus

Gebäudekomplex für Kinder, Jugend und Familien entstehen Caritas baut Göttinger Zentrum aus

Der katholische Caritasverband für Stadt und Landkreis baut sein Zentrum an der Godehardstraße in Göttingen erheblich um und aus. Für 2,5 Millionen Euro solle ein Kompetenzzentrum entstehen, in dem an einem Standort mehrere Einrichtungen für die ganze Familie vertreten seien, sagt Verwaltungsleiterin Claudia Philipp.

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Göttingen. Im bestehenden Gebäudekomplex sind bereits Sozial-, Schwangeren- und Erziehungsberatung untergebracht.

Nach dem Umbau soll beispielsweise die Frühförderstelle für den Landkreis, sich derzeit noch in einem Gebäude an der Tilsiter Straße befindet, hinzukommen. Der jetzige Godehard-Kindergarten auf dem Gelände soll abgerissen werden, da eine Sanierung zu teuer sei. Dafür soll ein Neubau in Trägerschaft des Caritasverbandes entstehen.

Der Verband übernimmt zudem die Trägerschaft für den Sprachheilkindergarten. Darüber hinaus ist der Bau einer Krippe für 20 Kinder geplant. Der gesamte Gebäudekomplex wird außerdem barrierefrei umgebaut.

Die Baumaßnahmen werden laut Philipp zum größten Teil aus Eigenmitteln finanziert. Die Aktion Mensch unterstützt den barrierefreien Umbau mit 110 000 Euro. Die Arbeiten sollen, wenn die noch ausstehenden Baugenehmigungen vorliegen, im Frühjahr beginnen und noch in diesem Jahr abgeschlossen sein.

Das Caritas-Zentrum liegt an der katholischen Kirche St. Godehard, wo der Göttinger Dechant Wigbert Schwarze Pfarrer ist. Er hat das Projekt mit vorangetrieben und sieht es als „Leuchtturm für die Offenheit der katholischen Kirche in Göttingen“.

Brückenschlag zwischen Seelsorge und Hilfsangeboten

Zwischen der Kirchengemeinde und dem Hilfswerk Caritas soll es eine enge Zusammenarbeit geben, so sieht es die lokale Kirchenentwicklung in Göttingen vor. Auf diese Weise soll ein Brückenschlag zwischen Seelsorge und konkreten Hilfsangeboten erfolgen.

Damit werde eine zentrale Aufgabe der katholischen Kirche erfüllt, nämlich den Menschen nahe zu sein und ihnen Wegbegleitung auf der Suche nach einem sinnerfüllten Leben anzubieten, heißt es in einer Konzeptbeschreibung. Dabei werde zugleich Partei für Kinder, Jugendliche und Familien in der Stadt Göttingen genommen. Die Förderangebote sollen zudem die Möglichkeiten der Inklusion stärken.

Das Konzept der Inklusion sieht vor, dass Angebote so gestaltet werden, dass alle Kinder und Jugendliche – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Intelligenz und ihrer körperlichen Fähigkeiten – daran teilnehmen können.

Das Pfarrheim soll mit Angeboten wie Spielgruppen, Elterntreffs und Hausaufgabenhilfe über die Kirchengemeinde hinaus zu einem Treffpunkt für die Menschen in der Weststadt werden. In diesem Stadtteil leben knapp 13 000 Menschen, von denen rund 18 Prozent katholisch sind und knapp ein Drittel einen Migrationshintergrund hat.

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