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Chartstürmerin Anna Naklab aus Northeim im Interview

„Das war geil“ Chartstürmerin Anna Naklab aus Northeim im Interview

Supergirl Anna Naklab – seit zwölf Wochen ist die Northeimerin mit ihrer Version des 15 Jahre alten Reamonn-Hits „Supergirl“ in den deutschen Charts, seit drei Wochen unter den ersten Zehn. Die 21-jährige Sängerin heißt eigentlich Annika Klose und landete 2013 mit Nicolas Demuth alias Parra for Cuva aus Northeim einen Übrraschingserfolg mit „Wicked Game“. Im Tageblatt- Interview spricht sie über ihren Erfolg. Und Anna Naklab ist längst nicht das einzige musikalsiche Talent aus der Region. Eine Auswahl.

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„Supergirl“ Anna Naklab: Die Northeimerin steht derzeit auf Platz 3 der deutschen Hitparade.

Quelle: EF

Tageblatt: Von Northeim in die Top Ten der deutschen Charts. Wie konnte das passieren?
Anna Naklab: Ich habe keine Ahnung und ich bin immer noch fasziniert von meinem Glück, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort gewesen zu sein.

Womit hattet ihr realistisch gerechnet, als ihr Supergirl aufgenommen habt? Wovon habt Ihr geträumt?
Bei der ersten Session habe ich damit gerechnet, abends noch den letzten Zug nach Hause zu bekommen, das war aber leider nichts, weil wir schon zu vertieft in die Arbeit am Song waren. Bei der letzten Studiosession, als wir den Song fast fertig hatten, hatte ich die Vision an einem Sommertag im Auto zu fahren, während der Wind durch meine Haare pustet und im Radio Supergirl läuft. Gestern hatte ich dann genau dieses Erlebnis, das war geil.

Was hat sich seit dem aktuellen Erfolg in Deinem Leben verändert?
Ich höre mehr Radio beim Autofahren.

Reamonns eingängigen Radio-Hit „Supergirl“ neu zu interpretieren, klingt nach einem sicheren Konzept für den schnellen Erfolg. Wie fiel die Wahl auf den Reamonn-Song „Supergirl“?
Ich fand, dass der Song es wert ist, nochmal in diesem Jahrzehnt Aufmerksamkeit zu bekommen. An den Erfolg, den das Lied mal haben könnte, habe ich nicht gedacht. Ich hatte einfach Bock das Lied aufzunehmen und obwohl ich die Originalversion sehr gerne mag, dachte ich, wenn eine Frau „Supergirl“ singen würde, könnte es eine andere Art von Stärke vermitteln. Eine stärke, die ich besonders an Mädchen und junge Frauen weitergeben wollte, tja und so sang ich.

Supergirl ist inzwischen nach Wicked Games von Chris Isaak der zweite Cover-Song, mit dem Du erfolgreich bist. Gibt es Pläne, eigene Songs zu schreiben und zu produzieren?
Ja klar! Es sind auch nicht nur Pläne. Zusammen mit Parra for Cuva habe ich bereits Songs veröffentlicht, die ich selber geschrieben habe, wie zum Beispiel „True thoughts“ und „Swept away“. Außerdem habe ich mit den Jungs von Younotus noch ein eigenes Lied aufgenommen, was demnächst veröffentlicht wird. Ihr könnt euch freuen – es ist bis jetzt meine persönliche Lieblingsarbeit und ich bin gespannt ob ihr das auch so sehen werdet.

Welche Pläne hast Du für die Zukunft?
Mein Ziel ist ein eigenes Album, was ich hoffentlich bald realisieren werden kann. Außerdem bin ich total aufgeregt, denn Liveauftritte würden ja auch anstehen, eventuell könntet ihr mich dann mal im Fernsehn oder zumindest auf Youtube sehen. Das wird ganz schön aufregend werden!

Sind Auftritte im Raum Göttingen oder Northeim in der nächsten Zeit geplant?
Es sind derzeit noch keine Auftritte geplant, aber wenn es soweit ist, werde ich unsere Region gerne bevorzugen. Ist ja auch einfacher, dann kann ich von der Bühne direkt ins eigene Bett fallen.

Wohnst Du noch in Northeim?
Ja. Für immer und gern. Aber ab und zu unterwegs zu sein ist auch mal ganz gut. Dass Northeim direkt in der Mitte von Deutschland liegt, beinhaltet ja auch kürzere Reisewege.

Was sagen Deine Freunde zu Deinem Erfolg?
Hauptsächlich bekomme ich nächtliche Sprachnachrrichten aus Discos, wo dann auf den Beat geschrien wird „Anna, du läuft hier grad, ist das nicht geil?“  Ich glaube also meine Freunde freuen sich mit mir. Manche fiebern mit und mit machen philosophiere ich lieber darüber, ob das neugekaufte Kleid die richtige Farbe hat.

Für welche Musik kannst Du Dich privat begeistern?
Am einfachsten kann man mich mit einer interessanten Stimme begeistern. Wenn die stimmt, höre ich gern zu. Da ist mir das Genre nicht so wichtig.

Wie bist Du überhaupt zur Musik gekommen?
Die Musik war bei mir schon immer da. Ich kann mich nicht daran erinnern, eine bewusste Entscheidung getroffen zu haben, Musik zu machen. Ich hangelte mich von Instrument zu Instrument, bis ich merkte das Gitarre und Gesang angenehmer klingen als Blockflöte.

Herbert Grönemeyer
Bezug zur Region: Herbie kommt am 12. April 1956 in Göttingen zur Welt. Ein Jahr später ziehen seine Eltern nach Bochum. Mit den bekannten Folgen fpr die Musikwelt.
Höchste Chartplatzierung: "Männer" mag sein immer noch bekanntester Song sein, erfolgreicher aber ist 2002 "Mensch". Grönemeyers erster Nummer-Eins-Hit. Es folgen mit "Zeit, dass sich was dreht" und "Stück vom Himmel" zwei weitere.
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Foyer des Arts
Bezug zur Region: Schriftsteller Max Goldt wurde in Göttingen geboren, auch wenn er es nicht so gerne hört. Nach dem Abi 1977 zieht er nach Berlin.
Höchste Chartplatzierung: Als Hälfte des Duos Foyer des Arts landet er mit „Wissenswertes über Erlangen“ 1982 einen kleinen Hit. Der Song erreicht Platz 36 der Charts in Deutschland.
 
 
 
Guano Apes
Bezug zur Region: Das Quartett stammt aus Göttingen und dem angrenzenden Kreis Northeim. 1996 setzen sie sich beim Göttinger Nachwuchswettbewerb Local Heroes durch.
Höchste Chartplatzierung: 1997 erreicht die Single Open Your Eyes des Debütalbums Proud like a God Platz 5 der Charts und hält sich dort 24 Wochen. Alle fünf Alben der Band erreichen die Top 10 der Album-Charts, drei davon Platz 1. Das Debüt verkauft sich mehr als drei Millionen Mal.
 
 
Matthias Reim
Bezug zur Region: Matthias Reim stammt aus dem nordhessischen Korbach. Nach dem Abitur studiert er in Göttingen Anglistik und Germanistik.
Höchste Chartplatzierung: „Verdammt, ich lieb’ Dich“ verkauft sich 2,5 Millionen Mal und bleibt 1990 von 39 Wochen in den deutschen Charts 16 an der Spitze. Das Album Reim landet ebenfalls an der Spitze der Hitparade.
 
 
 
Milky Chance
Bezug zur Region: Das Duo mit Clemens Rehbein und Philipp Dausch stammt auch Kassel. Mit zwölf Jahren spielten sie in einem Jazz-Quartett namens Flown Tones.
Höchste Chartplatzierung: Mit dem Song Stolen Dance erreichen Milky Chance 2013 Platz 2 der deutschen Singlecharts. Der Song erreicht in Österreich und in der Schweiz sogar Platz 1. Die Nachfolgesingle Down by the river landet in Deutschland nur Platz 39.
 
 
 
Münchener Freiheit
Bezug zur Region: Stefan Zauner, Sänger und Keyboarder der Band, wurde in Göttingen geboren. Spielte mit Harold Faltermeyer und bei der Krautrock-Legende Amon Düül II.
Höchste Chartplatzierung: 1985 landet die Münchener Freiheit mit „Ohne dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)“ ihren größten Hit: Platz 2 in den Charts. Die Single bleibt dort 19 Wochen und geht mehr als 250 000-mal über die Ladentheke.
 
 
 
Queensberry
Bezug zur Region: Sängerin Leonore „Leo“ Bartsch stammt aus Bernshausen im Eichsfeld und ist in Göttingen geboren. 2012 verlässt Leo die Band.
Höchste Chartplatzierung: Die Coverversion des Shakespeares-Sisters-Songs „Hello“ hält sich 2009 13 Wochen in den Charts und erreicht Platz 4. Das dazugehörige Album erreicht Platz 26 der Albumcharts.
 
 
 
The Bates
Bezug zur Region: Die 1987 gegründete Punkband stammt aus dem nordhessischen Eschwege.
Höchste Chartplatzierung: Mit ihrer Interpretation von Michael Jacksons "Billie Jean" verpassen sie 1995 mit Platz 21 nur knapp die Top 20 der deutschen Single-Charts. Der Song bleibt 21 Wochen in der Hitparade.
 
 
 
Parva for Cuva
Bezug zur Region: Hinter dem Namen verbirgt sich der 1991 geborene Northeimer Nicolas Demuth. Anna Naklab und er wuchsen als Nachbarn auf und sie verbindet seit ihren Jugendjahren eine enge Freundschaft. Unter dem Namen Nian veröffentlichen sie zusammen verschiedene Songs und spielten lokale Auftritte.
Höchste Chartplatzierung: 2014 knacken er und Anna mit der Coverversion von Chris Isaaks "Wicked Games" die Top 100 in Deutschland. Bei Platz 89 ist aber Schluss. Erfolgreicher ist die Nummer in Großbritannien und den Niederlanden: Platz 6 der dortigen Charts.
 
 
 
Herbert Grönemeyer
Bezug zur Region: Herbie kommt am 12. April 1956 in Göttingen zur Welt. Ein Jahr später ziehen seine Eltern nach Bochum. Mit den bekannten Folgen fpr die Musikwelt.
Höchste Chartplatzierung: "Männer" mag sein immer noch bekanntester Song sein, erfolgreicher aber ist 2002 "Mensch". Grönemeyers erster Nummer-Eins-Hit. Es folgen mit "Zeit, dass sich was dreht" und "Stück vom Himmel" zwei weitere.
 
 
 
D-Bo
Bezug zur Region: Danny Bockelmann wird 1978 in Göttingen geboren und lebt lange Zeit in Northeim geboren. Nach dem Abi lernt er Bushido kennen, gründet mit ihm in Hannover das Label I luv money Records.
Höchste Chartplatzierung: Sein Album Seelenblut hält sich 2006 eine Woche in den Charts auf Platz 59.
 
 
 
G. G. Anderson
Bezug zur Region: Gerd "G. G." Grabowski kommt aus Eschwege. In Göttingen sang er 1968 bei der Beatband Blue Moons, 1970 bis 1972 bei Love and Tears, der Begleitband von Michael Holm. Seit vielen Jahren arbeitet Anderson mit dem Ex-Blue-Moon-Mitglied und Produzenten Ekkehard Stein aus Nörten-Hardenberg zusammen.
Höchste Chartplatzierung: 1981 ist dem Sänger aus Eschwege mit Mama Lorraine auf Platz 10 ein Top-Ten-Hit vergönnt.
 
 
 
Dieter Bohlen
Bezug zur Region: Der Pop-Titan aus Berne erlangt an der Göttinger Georgia Augusta akademische Weihen. Sein BWL-Studium schließt er 1978 als Diplom-Kaufmann ab. In dem Jahr erschien mit Monza "Hallo Taxi Nummer 10" seine erste eigene Platte.
Höchste Chartplatzierung: Von Oktober 1984 bis April 1986 beherrscht Bohlen mit Thomas Anders als Modern Talking die deutschen Charts. Fünf Nummer-Eins-Hits in Folge landet das Trio: "You're my heart, you're my soul", "You can win if you want", Cheri, cheri Lady", "Brother Louie" und "Atlantis is Calling (SOS for love)".
 
 
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